Hoffnung für GT-Bremsen von ATE

  • Das ist denke ich auch nachvollziehbar - wenn jemand Geld investiert, um etwas zu entwickeln, egal ob Bremse oder Medikament, dann sollte derjenige auch das Recht haben über einen gewissen Zeitraum sein Investment da wieder rauszuziehen - andernfalls investiert niemand mehr in solche Bereiche. Genau dafür gibt es ja den Patentschutz bzw. die Freigabe von Herstellern im Falle von Bremsen. Ob das nun alles in der Tiefe komplett gerechtfertigt ist, das möchte ich nicht bewerten.

    Ich denke es gibt schon einen gravierenden Unterschied zwischen einem speziellen Medikament und einer Bremsanlage welche nur in den Dimensionen angepasst wird und in ähnlicher Art schon x-fach auf dem Markt ist.

    EV6 GT, Yachtblau, Schiebedach, AHK

    Bestellung: 03.12.2021

    Eingetragenes Bestelldatum: 03.01.2022

    Lieferung soll: Ende Q4/2022

    Update: 19.05.23 Fahrzeug hat FIN und soll KW 28/29 geliefert werden lt. Händler (Kia Deutschland kommuniziert Ende Juli)

  • Ich denke es gibt schon einen gravierenden Unterschied zwischen einem speziellen Medikament und einer Bremsanlage welche nur in den Dimensionen angepasst wird und in ähnlicher Art schon x-fach auf dem Markt ist.

    Ja, den gibt es definitiv - der Vergleich mit einem Medikament ist sicherlich nicht ganz passend.


    Ich sehe aber zwei Dinge:


    1. Der Hersteller definiert welche Regel erfüllt sein müssen, damit es nach der Gewährleistung auch noch Herstellergarantie gibt. Kia sagt dazu vermutlich, dass die Bremsanlage von Kia stammen muss.


    2. Kia kann einen Lieferanten vertraglich dazu verpflichten, dass das beauftragte Produkt ausschließlich an Kia verkauft wird.


    Aus der Kombination ergibt sich, dass man von dem einen Lieferanten keine Bremsanlage privat kaufen kann und man keine Garantie haben wird, wenn man eine mechanisch passende Bremsanlage von einem anderen Hersteller einbaut.

  • Wie schon weiter vorne erwähnt, solche Vereinbarungen gibt es zig-fach im Automotive-Sektor für alle möglichen Teile.

    Dabei ist die Komplexität des Bauteils irrelevant.


    Verstehe nicht, warum das hier so vehement angezweifelt wird.

    Ich sauge mir das auch nicht aus den Fingern, sondern hab einfach tagtäglich damit zu tun.

  • Das ganze Gesabbel ist ja ganz nett… NEIN ist es nicht. 😡

    Was ist eigentlich so schwer daran, das Thema fortzusetzen….

    Nein es wird kleinteilig über Überflüssiges geschrieben.

    Hat nun jemand einen Anbieter der Teile gefunden? NEIN.

    Hat jemand einen wirklichen Antrieb bei ATE erzeugen können? NEIN!

    Labert doch noch seitenweise darüber, welche Firmen, wann, wie und warum nicht liefern dürfen/wollen. Ich sag’s euch gern nochmal!!! ATE ist kein OEM für unseren Hobel. Sie dürften! Aber sie können nicht!

    EV6 GT Pano Yachtblau, 05.02.2024 bestellt, 22.02.2024 ausgeliefert (Lagerfahrzeug)

  • Habe mir heute die Bremsbeläge am GT einmal genauer angeschaut. Meine erste Feststellung war wohl korrekt. Der vordere Bremssattel und die Beläge kommen aus dem Hause ATE. Während es auf dem Bremssattel im Guss schwieriger zu erkennen war, ist es auf der Rückseite der Beläge jetzt weiß auf schwarz.

    (Die Bremsscheibe habe ich nicht demontiert, da kenne ich den Hersteller noch nicht.)

    Wenn jemand möchte, kann er sich ja nochmals mit diesen Infos und den Teilenummern an Ate wenden.


    PS: Ich finde es schon etwas lustig, dass in diversen Foren oder bei YouTube gerätselt wird, wer hinter der vorderen Bremsanlage steckt (Akebono, Brembo, Mobis…) aber scheinbar niemand sich die „Mühe“ macht, einmal selber zu schauen :/ IMG_0007.jpg

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  • Mal so als ganz Unwissender gefragt. Brauchts denn am GT so oft neue Beläge oder gar Scheiben? Ich kenne ja nur das was man so auf YT sieht oder eben auch in Foren geschrieben wird. Und da heißt es recht einhellig das wegen der Rekuperation die Bremsen so guut wie nicht gebraucht werden. Auf YT habe ich meine ich auch schon den einen oder anderen e-Auto Taxifahrer gesehen der von 300.000Km und immer noch die ersten Scheiben und Beläge sprach. Ob es denn wahr ist, weiß ich natürlich nicht.

    Wenn der Verschleiß aber wirklich so immens gering ist, kann ich gut verstehen warum Ate oder auch andere Bremsenhersteller dann wenig Interesse für den Aftermarket zeigen. Was soll der Großartig investieren wennn da eh kaum was verkauft wird.

  • Generell halten die natürlich länger an einem E-Auto, aber es kommt auch immer auf die Fahrweise an. Meine vorderen Beläge sind etwa zu 50% verschließen, weiß aber auch nicht genau, wie der Vorbesitzer damit unterwegs war. Aber um die 2,2t aus einer höheren Geschwindigkeit ordentlich runterzubremsen, kommt man mit Rekuperation allein auch nicht weit. Die wissen schon, warum die da eine 4 Kolben Anlage verbaut haben.


    Edit: Habe 30tkm auf der Uhr.

  • Aber um die 2,2t aus einer höheren Geschwindigkeit ordentlich runterzubremsen, kommt man mit Rekuperation allein auch nicht weit. Die wissen schon, warum die da eine 4 Kolben Anlage verbaut haben.

    Von dem was ich zumindest in Videos gesehen habe, muss ich widersprechen: mit den verbauten E-Motoren soll der GT bis zu 350 kW wieder zurück in den Akku rekuperieren - auch mehr als von Kia angegeben.


    Damit wären im Vergleich zu Verbrennern deutlich kleinere Bremsen möglich und so ein Kombi wiegt auch knapp über 2t. Das Rekuperieren soll nicht funktionieren, wenn der Akku so gut wie voll ist, allerdings sollte nach eine starken Beschleunigung, die danach ggf. eine Bremsung erforderlich macht, auch etwas Platz/Luft im Akku sein...


    Nicht umsonst wird doch über diverse Möglichkeiten diskutiert, wie man die echten Bremsen mal nutzen kann, damit sie einem nicht unter dem Hintern wegrosten.