Ich habe einige Freunde/Bekannte, die tief in der Entwicklung bzw. Prototypentests für OEM´s drin sind.
Die bestätigen mir eigentlich alle durch die Bank, dass das was sie aktuell testen und in ca. 5 Jahren auf den Markt kommt, größtenteils elektrisch sein wird.
Verbrenner quasi nur mehr als Hybrid und dort, wo der Kunde halt noch Emotion will, also Sportwagensegment oder als reiner Range-Extender.
Die Richtung ist hier auch seitens der Zulieferer relativ klar, da werden gerade im Bereich Getriebe teilweise massiv Stellen abgebaut, weil eben das Know-How für ein 1- oder 2-Gang-Getriebe in einem E-Auto deutlich überschaubarer sein darf.
Das sagt eigentlich schon sehr viel aus.
Ob man die Entwicklung nun gut findet oder nicht, aber es liegt einfach auf der Hand, dass der E-Antrieb aufgrund seiner Effizienz (sowohl im Betrieb als auch in der Ressourcenbereitstellung) die Nase vorn hat.
Und das sage ich als Petrol-Head.
Batteriekapazitäten, Reichweiten etc., da muss man einfach sagen, dass wir hier noch komplett am Anfang stehen, wo der Verbrenner quasi 100 Jahre Vorsprung hat.
Man sehe sich nur mal an, wie "effizient" die Verbrenner bis in die 90er hin waren, da hat selbst ein 100PS-Benziner über 10L weggesoffen.
Aber nicht falsch verstehen, freilich gibt es aktuell noch viele Anwendungsfälle, wo ich mir den Verbrenner nicht wegdenken könnte, z.B. im Nutzfahrzeugbereich mit teilweise höheren Zuladungen, Anhängerbetrieb etc.
Da muss man der E-Mobilität definitiv noch ordentlich Zeit geben.
Auch bin ich absolut dagegen, allein zugunsten der E-Mobilität bzw. insbesondere BEV´s die Scheuklappen aufzusetzen und in keine andere Richtung mehr zu forschen.
Technologieoffenheit ist nach wie vor ein MUSS!
Und zu diesen "Toilette + Kaffee" Tankstopps. Ich weiß, das redet sich jeder schön. Unterm Strich sehe ich das aber eher als verlorene Lebenszeit an. Ich persönlich kenne niemanden der alle 250Km pinkeln muss. Auch will ich mir bei einer Reise nicht alle 2-3 Stunden einen überteuerten, dafür aber meist schlecht schmeckenden Tankstellenkaffee kaufen. Und glücklicherweise zwingt mich meine Prostata auch nicht dazu für einmal Pinkeln zehn Minuten einplanen zu müssen.
Jein, manchmal muss man es sich in der Tat ein wenig schönreden, das will ich nicht bestreiten.
Oder vielleicht anders gesagt, man muss seine Gewohnheiten vielleicht etwas anpassen.
Ich nutze diese "Pausen" auch dafür, um z.B. geschäftliche Dinge abzuwickeln (Emails/WA-Nachrichten schreiben etc.), die ich während der Fahrt nicht erledigen kann.
Unterm Strich verliere ich da nicht wirklich Zeit, weil ich Vieles dann schon erledigt habe, was ansonsten liegen bleiben würde, während ich mit dem Auto unterwegs bin.
Aber das muss jeder für sich selbst betrachten.