Beiträge von Fox906bg

    Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass das Protokoll einfach nur per Hand geschrieben wurde.

    Es ist technisch kaum möglich, den Wagen an beiden Achsen auf die Minute genau einzustellen.

    Dazu noch wie hier angemerkt der Wechsel zwischen Winkelminuten und Dezimalzahlen.

    Nachlauf, Spreizung und Spurdifferenzwinkel fehlen (aus diesem Grund) komplett.


    Bzgl. Kalibrierung der Kameras etc.:

    Das muss genaugenommen tatsächlich bei jeder Achsvermessung gemacht werden.

    Grund dafür ist, dass sich mit jeder neuen Achseinstellung auch die Fahrzeugmittelachse verändert und somit die Front in eine minimal andere Richtung schaut.

    Meist sind die Veränderungen aber so minimal, dass man auch ohne Kalibrierung beim Fahren nichts merkt.

    Sofern die Achsgeometrie passt, ist höherer Verschleiss an der Aussenseite grundsätzlich immer ein Zeichen für eine, nennen wir es mal "flotte" Fahrweise auf kurvigem Terrain. ;)

    Bei Kurvenfahrt rollt der Wagen, d.h. er neigt sich Richtung Aussenseite.

    Dabei stützt er sich auf der Aussenflanke des Reifens ab, zusätzlich fällt das Rad durch die Achskinematik bedingt in Richtung positiven Sturz, was das Thema noch verstärkt.

    Die Ausbildungen veranstaltet aber doch nicht der Staat. Dementsprechend verdient er daran auch nichts?

    Nein, aber die Veranstalter müssen ja auch ihre Steuern abführen.


    Ich bin eigentlich schon ganz froh, das in Werkstätten nicht irgendwelches ungeschultes Personal an meinem Auto rumfummelt. Und wenn da eine Aushilfe arbeitet in der Hochsaison zum WInter/Sommerreifen tauschen, dann soll er doch diese kleine HV1 Schulung gemacht haben.

    Deswegen sind die Leute ja nicht gänzlich ungeschult.

    Es darum, dass die Arbeiten, die man mit einer HV1 offiziell erledigen darf, grundsätzlich nichts damit zu tun haben, ob man nun an einem E-Auto oder Verbrenner arbeitet.
    Reifenwechsel, Bremsenservice etc. ist komplett identisch durchzuführen und sowas lernt man in einer HV1 auch nicht, sondern in der Mechaniker-Lehre.

    Wie verdient der Staat daran, wenn ein Räderwechsel einen HV1-Schein erfordert? (außer bisschen mehr MwSt)

    Er verdient erstmal an den Schulungen/Ausbildungen, die er den Werkstätten auferlegt.

    Nicht falsch verstehen, ich bin absolut für Arbeitsschutz etc., aber die HV1 ist mehr oder weniger eine kostspielige Formalität, sonst nichts.

    Die erlaubten Tätigkeiten, die mit der HV1 einhergehen, sind so dermaßen weit weg von der Möglichkeit, durch das HV-System des Fahrzeugs in Gefahr zu kommen.

    Gibt noch genug andere Beispiele für teilweise sinnfreie Auflagen, aber das würde hier zu weit führen.


    Diese entstandenen Kosten müssen die Betriebe natürlich zwangsläufig an den Kunden weitergeben.

    Höhere Umsätze = höhere Steuerabgaben ;)


    Wie sinnfrei das Ganze ist, sieht man ja 1:1 am Beispiel mit dem Räderwechsel.

    Als Privater ohne jegliche Fachkenntnis (vor dem Gesetz) kannst du problemlos an dein E-Auto rangehen, im gewerblichen Bereich muss der ohnehin bereits fachkundige Mitarbeiter noch eine zusätzliche Ausbildung absolvieren.

    Finde den Fehler...



    Cheppard

    Geht nicht darum, dass die Schulung ansich zu teuer ist, aber man muss auch die Ausfallzeit der Mitarbeiter berücksichtigen, An-/Abreise zum Ausbildungsort usw.


    Und nochmal, bitte nicht falsch verstehen: Ich hinterfrage hier lediglich die Sinnhaftigkeit der HV1, weil sie eben in Sachen Arbeitsschutz faktisch nichts bringt, zumal jeder Private die selben Arbeiten einfach ohne irgendwelche Vorkenntnisse durchführen darf.

    ihwi6

    Ja, die Kosten werden natürlich meist direkt weitergegeben.

    Ich möchte ausdrücklich niemanden in Schutz nehmen, der Wucherpreise verlangt, aber wundern darf man sich über die grundsätzliche Preispolitik der Werkstätten auch nicht.

    Da wird teilweise so viel von den Obrigkeiten gefordert, das kann ein Betrieb nicht einfach schlucken.


    Unterm Strich zahlen alle drauf, nur der Staat verdient immer kräftiger.

    Privat kannst Du Räder wechseln wie Du lustig bist, da greift keine Verordnung.

    Ja, ist leider so.

    Jeder Privatmann/frau darf einfach so am Auto fummeln.

    Im Endeffekt geht es wieder mal nur darum, dass man den Betrieben Geld aus der Tasche zieht, denn eigentlich macht so eine HV1 eh keinen Sinn, denn die Arbeiten, die man damit gewerblich durchführen dürfte, sind grundsätzlich noch fernab jeglicher Gefahr durch das HV-System.


    Ab HV2 lernt man aber dafür echt viel.

    Ein gutes FW, korrekt für den jeweiligen Anwendungsbereich ausgelegt, verbindet aber immer guten Alltagskomfort mit Performance, das kann ich dir sagen.

    Mit der heutigen Ventiltechnik kann man selbst ein Rennsport-FW relativ komfortabel im Alltag bewegen.

    Aber es muss einem vor allem das Geld wert sein.


    Ich habe meinem GT vorerst auch nur Federn spendiert, ist für einen Daily ausreichend und die Optik stimmt.

    So hätte der Wagen ruhig ab Werk kommen dürfen. :love:

    Fox906bg


    Fragt sich nur warum die Jungs bei Ultra Racing sich damit beschäftigt haben. Nur um dem "nicht GT" etwas mehr Stabilität zu geben?

    Es gibt viele "Tuningteile" am Markt, die in erster Linie nur dem Verkäufer Vorteile bringen. ;)

    Möchte das auch gar nicht anprangern, bei Tuning geht es ja immer auch um Freude an der Sache und wenn sich jemand dieses und jenes leisten möchte, einfach weil er Spaß dran hat, ist dagegen auch nichts einzuwenden.


    Gerade im Performance-Segment (wo Teile eine versprochene Funktion erfüllen müssen) erlebe ich aber leider immer wieder negative Dinge, da werden Kunden nicht selten verarscht.

    Wie hier schon angesprochen wurde, sind moderne Karosserien generell schon sehr steif ausgeführt.

    Da bringen Domstreben oder div. Unterboden-Streben meist keinen nennenswerten Effekt.


    Wenn man eine massive fahrdynamische Verbesserung haben will, muss man einfach ans Fahrwerk, aber auch hier nicht einfach was von der Stange.

    So eine V3 ist ganz nett und fährt grundsätzlich auch gut bzw. meist besser als Serie, aber es gibt noch einige Schmankerl in der Dämpfertechnik, die so ein Auto richtig nach vorne bringen. ;)