Ob ein EV6 GT wohl das Richtige für mich wäre?

  • Für meinen Tesla habe ich im Privatverkauf ca. 3000€ mehr bekommen als mir der "beste" Händler angeboten hatte.

    Es freut mich für euch, dass ihr eure Autos privat gut losgeworden seid - und das meine ich ehrlich.


    Selbstverständlich wird man bei einem Händler weniger bekommen als bei einem Privatverkauf - der Händler muss noch etwas an dem Auto verdienen UND es später mit Garantie verkaufen. Mindestens das Delta bekommt man bei einem Verkauf an einen Händler weniger.


    Man kann den Privatverkauf nun stressig finden oder auch angenehm - Fakt ist aber, dass man dafür deutlich mehr Zeit einplanen muss. Mein letztes Auto habe ich innerhalb von einer Stunde an einen Händler verkauft.


    Hätte ich dafür privat mehr bekommen? Garantiert!


    Hätte ich dafür mehr Zeit investieren müssen? Ja!


    Jeder muss selber entscheiden, ob ihm die eingesparte Zeit das Geld wert ist.


    ...und auch nicht jeder hat Spaß mit einem Gebrauchtwagenhändler :)


    Naja, ich habe den freundlichen Kia-Verkäufer der mir das Angebot für den rappelvollen EV6 GT für 58.000€ Brutto gemacht hat heute nochmal angerufen und freundlich angefragt ob sie denn im Gegenzug dann meinen G31 haben wollen. In Begeisterung ist er zwar nicht verfallen, aber nachdem ich angemerkt habe das ein gutes Angebot hier die Kaufentscheidung massiv verkürzen könnte, schaut er jetzt mal was er da machen kann.

    Das Delta zwischen dem Kia-Verkäufer und dem Gebrauchtwagenhändler lag bei mir bei 1.500 Euro zu Gunsten des Gebrauchtwagenhändlers. Wobei die sonstigen Konditionen des Kia-Händlers sehr angenehm war: er garantiert mit einen Abnahmepreis und bis zu Lieferung des neuen EV6 hätte ich auch noch schauen können, ob ich das Auto privat los werde. Vermutlich war ihm klar, dass sein Angebot nicht besonders gut war ;)

  • Die Bequemlichkeit, nicht einmal im Jahr für zwei Wochen einen T6 California mieten zu müssen, ist den meisten hier auch viele tausend Euro wert 8o

    Irgendwie stehe ich gerade auf der Leitung. Den kapiere ich gerade nicht. Hab aber auch schlecht geschlafen. Vielleicht liegt es daran ;)




    Welchen Stress? Den hast du nur wenn Du Dir nicht genug Zeit nimmst und jedem Deppen zuhörst der meint Dich volllabern zu müssen nur weil er meint auf Deine Kosten das Geschäft seines Lebens machen zu können.

    Ja, genau diese Deppen fürchte ich halt. Hab da leider meine Erfahrungen gemacht. Beim E91 damals ging es noch ganz gut. Da hat sich realtiv schnell ein Vater mit realistischen Preisvorstellungen gefunden, der ein Auto für seinen Sohn gesucht hatte. Wobei auch hier vorab so mancher Volldepp angerufen hat und meinte, dass wenn er nur aggressiv genug fordert, ich ihm den Wagen schenke und noch meine Erstgeborene dazu geb.


    Beim C-Max viele Jahre davor war es aber kaum auszuhalten. Lag aber vielleicht auch daran, dass der Wagen mit einem damaligen Verkaufspreis von 4.500€ andere Leute ansprach. Der Preis war korrekt und so im Mittel vergleichbarer Wägen. Da riefen gefühlt alle zehn irgendwelche Leute an, die kaum grüßen konnten, dafür aber mit "hey, was letzter Preis" und "für tausend komm ich gleich mit Hänger vorbei. Wo soll ich kommen?" Wobei das kein gebashe gegen Leute mit Migrationshintergrund sein soll. Die waren zwar klar in der Mehrheit, aber der pentranteste war einer mit akzentfreiem deutsch. Ich weiß nicht wie oft der anrief und immer wieder den Wagen für zweieinhalb, oder wenn er ganz super ist dann halt für dreitausend mitnimmt. Erklärungen, dass am Telefon nicht verhandelt wird, und wenn dann nur vor Ort evtl. noch im kleinen Rahmen übers Geld geredet wird, hat der komplett ignoriert. Und sein letzter Anruf war dann eigentlich der geilste: ER: "OK, ich komme dann gleich mit dem Hänger vorbei. Wo muss ich hinkommen?". ICH: "Wennst die geforderten 4.500€ mitbringst.kannst kommen". Dann hat der komplett durchgedreht und herumgebrüllt wozu er eigentlich noch anruft, und was ich mir einbilde. Auf meinen Einwand, dass ich auch nicht wüsste warum er dauernd anruft wenn er eh weiß dass ich ihm den Wagen nicht billiger gebe, ist er irgendwie nicht weiter eingegangen.
    Der eigentliche Verkauf hatte dann auch noch seine Schwierigkeiten. Eigentlich ging der ganz easy von statten. Zwei Brüder, einer wollte den Wagen für sich kaufen. Probefahrt, alles genau angeschaut. Etc.pp. Und da ich wusste, dass bei dem Wagen alle zwei Wochen einmal bei einkuppeln ein Lager ganz leicht und auch nur kurz pfiff, habe ich das dem Käufer auch dazugesagt. Auch wenn bei der ausgiebeigen Probefahrt nichts davon zu hören war. Dazu hab ich ihn extra gebeten die Kupplung auch ordentlich zu testen um das Geräusch evtl. zu provozieren. Also Volllast im letzten Gang, Anfahrversuch mit angezogener Handbremse. Solche Sachen halt. Hat aber alles gepasst. Klar wusste ich auch das ich ihm keinen Schrott andrehe. Im Kaufvertrag aber zum Glück natürlich doch reingeschrieben das gekauft wie gesehen ohne Garantie und Rücknahme. Denn was macht der Held? Ohne das es ein Problem gegeben hätte ist er drei Tage nach dem Kauf mit dem Wagen zur nächsten Ford-Werkstätte um sich das mal ansehen zu lassen. Die haben ihm erzählt das hier gleich die ganze Kupplung getauscht werden müsste und haben das dann auch gleich zum Vertragshändler-Preis plus 30% gemacht. Und ein paar Tage später stand der Typ dann wieder vor meiner Tür und wedelte mit eine Rechnung über knapp 2000€ vor mir herum und wollte von mir das Geld erstattet bekommen. Meine Einwände das a: der Kuppluung nichts gefehlt hat (ich war als das Pfeiffen zum ersten Mal auftrat selbst in einer freien Werkstatt und hab das anschauen lassen), b: es eine blöde Idee ist, mit einem 11 Jahre alten Wagen der 190.000Km auf der Uhr hat zu einem Fordhändler, anstatt in eine freie Werkstatt zu fahren (die ihm die Kupplung damals für ca. 400€ getauscht hätten) und c: es ganz allein sein Problem ist, wenn er eine einwandfrei funktionierende Kupplung auf Verdacht tauschen lässt, hat er nicht wirklich vestehen wollen. Unterm Strich musste ich ihm dann doch noch mal die rechtliche Lage bei einem Kauf von privat und mit gaukauft wie gesehen erklären und ihn dann irgendwann mal einfach vom Hof jagen.
    Geärgert hat es mich trotzdem. Ich streite nicht gerne und freue mich, wenn auch der Käufer ein gutes Gefühl beim Kauf hat und hinterher glücklich mit seinem neuen Gebrauchten ist. Das war hier leider ganz und gar nicht der Fall.


    Naja, wenn das Angebot vom Kia Händler doch sehr stark vom realistischen Straßenpreis abweicht, dann wird das Geschäft so natürlich nicht ablaufen. Ich werde den Wagen jetzt dann ohnedies mal bei Mobile oder so einstellen und schauen was passiert.
    Ein Kauf durch den Händler hätte natürlich einfach den großen Vorteil, dass ich den Wagen noch fahren kann, bis der neue Wagen ausgeliefert wird. So stünde ich entweder einige Wochen/Monate ohne Auto da, oder danach erst mal mit zwei Autos aufm Hof. Beides suboptimal.

  • Irgendwie stehe ich gerade auf der Leitung. Den kapiere ich gerade nicht.

    Deine Familie will einmal im Jahr mit einem großen Auto nach Kroatien/Italien fahren. Dafür kaufst du dir ein 20.000€ "größeres" Auto, als du für die restlichen 350 Tage im Jahr brauchst. Die Alternative wäre, für die zwei Wochen was zu mieten.

    Natürlich alles etwas überspitzt, aber der Grundgedanke vielleicht nach zwei Kaffee jetzt klarer.

    EV6 | RWD | 77.4 kWh | MJ24 | GT-line, P5 Assist+, P6 Sound | Runway Red

  • Deine Familie will einmal im Jahr mit einem großen Auto nach Kroatien/Italien fahren. Dafür kaufst du dir ein 20.000€ "größeres" Auto, als du für die restlichen 350 Tage im Jahr brauchst. Die Alternative wäre, für die zwei Wochen was zu mieten.

    Natürlich alles etwas überspitzt, aber der Grundgedanke vielleicht nach zwei Kaffee jetzt klarer.

    In einer idealen/besseren Welt besitzt niemand ein Auto, sondern nutzt nur Car Sharing, wenn wirklich individuelle Strecken gefahren werden müssen (sonst ÖPNV). Dann würde immer genau das passende Auto ausgeliehen für genau den notwendigen Zeitslot.


    Ich habe einen Arbeitskollegen, der das genauso macht. Für mich funktioniert das nicht, weil ich eine andere Familiensituation habe, mehr Flexibilität brauche und mir bei geliehenen Autos der emotionale Faktor fehlt.


    On Top: schau dir mal an, was so ein größeres Auto für die paar Wochen Urlaub im Jahr kostet, sofern du es leihst. Da wird das Delta wieder kleiner ;)

  • Deine Familie will einmal im Jahr mit einem großen Auto nach Kroatien/Italien fahren. Dafür kaufst du dir ein 20.000€ "größeres" Auto, als du für die restlichen 350 Tage im Jahr brauchst. Die Alternative wäre, für die zwei Wochen was zu mieten.

    Natürlich alles etwas überspitzt, aber der Grundgedanke vielleicht nach zwei Kaffee jetzt klarer.

    OK, jetzt habe ich verstanden wie du das gemeint hast. Und ja klar, kann man wenn man will schon auch irgendwie so sehen.

    Ich finde, dass ein Alltagsauto immer so eine Art Eierlegende Wollmilchsau sein muss. Deshalb habe ich mir auch damals den 5er Touring gekauft. Der kommt eben dieser eierlegenden Wollmilchsau schon recht nahe. Aber durch seine Größe und sein Gewicht fährt er sich leider nicht halb so sportlich wie der 3er Touring, den ich davor fuhr. Irgend einen Tod muss man leider immer sterben. Man muss halt einfach überlegen was einem wichtig ist, was weniger wichtig ist, was man unbedingt haben will und womit man evtl. gar nicht leben kann/will.

    In einer idealen/besseren Welt besitzt niemand ein Auto, sondern nutzt nur Car Sharing, wenn wirklich individuelle Strecken gefahren werden müssen (sonst ÖPNV). Dann würde immer genau das passende Auto ausgeliehen für genau den notwendigen Zeitslot.


    ...

    So unterschiedlich sind die Wünsche. In meiner idealen Welt hätte ich genug Geld um mir eine ganze Halle voller Autos für den gerade jeweiligen hinzustellen. Vom T6 für den Urlaub über das Porsche Cabrio aus den 70ern, einem kleinen Jimny zum Jägern, einem riesigen fullsize Pickup wenn ich mal was ziehen will, diverse andere Autos die mir einfach gefallen bis hin zu wahrscheinlich auch ein paar lustigen Stromern für den Alltag und weils vielleicht auch einfach Spaß macht. Jede Technik hat ihre Vor- u. Nachteile und man sollte immer Vorurteilsfrei auch über den Tellerrand schauen.


    Da wir aber leider nicht in einer idealen Welt leben muss mein Auto halt schon auch nahe an der eierlegenden Wollmilchsau sein. Hilf ned. Ob ich will oder nicht.

  • So unterschiedlich sind die Wünsche. In meiner idealen Welt hätte ich genug Geld um mir eine ganze Halle voller Autos für den gerade jeweiligen hinzustellen. Vom T6 für den Urlaub über das Porsche Cabrio aus den 70ern, einem kleinen Jimny zum Jägern, einem riesigen fullsize Pickup wenn ich mal was ziehen will, diverse andere Autos die mir einfach gefallen bis hin zu wahrscheinlich auch ein paar lustigen Stromern für den Alltag und weils vielleicht auch einfach Spaß macht. Jede Technik hat ihre Vor- u. Nachteile und man sollte immer Vorurteilsfrei auch über den Tellerrand schauen.

    Ist immer die Frage, was du optimierst: dein Leben oder das der gesamten Menschheit / des Planeten. Wenn 8,2 Mrd. Menschen einen Fuhrpark mit +10 Autos haben, dann hat unser Planet vermutlich nicht genug Ressourcen, damit das alles gebaut werden kann. Die Automobilindustrie würde sich aber sicherlich sehr darüber freuen 8)


    ...unter uns und weil gerade niemand mitließt: ich bin auch eher der Typ: das passende Auto für den passenden Zweck, daher kann ich mich auch aktuell von meinem Diesel Kombi nicht trennen... :S

  • Ist immer die Frage, was du optimierst: dein Leben oder das der gesamten Menschheit / des Planeten. Wenn 8,2 Mrd. Menschen einen Fuhrpark mit +10 Autos haben, dann hat unser Planet vermutlich nicht genug Ressourcen, damit das alles gebaut werden kann. Die Automobilindustrie würde sich aber sicherlich sehr darüber freuen 8)


    ...unter uns und weil gerade niemand mitließt: ich bin auch eher der Typ: das passende Auto für den passenden Zweck, daher kann ich mich auch aktuell von meinem Diesel Kombi nicht trennen... :S

    Ja, das war von mir auch durchaus etwas überspitzt und spaßig gemeint. Ich gehöre zwar sicher nicht zu den extrem-Weltverbesserern die sich selbst kasteien um ihrer Umwelt etwas Gutes zu tun. Aber einen Ölwechsel im Naturschutzgebiet mache ich ebenso wenig wie Reifen anzünden Tiere quälen. Bin grundsätzlich glaube ich einfach nur ganz durchschnittlich mit meinem Verhalten ;)