Argumente für Elektromobilität

  • Für einige, wenige Minuten im Bereich der Tag-/Nachtgrenze sollte das funktionieren, ja :D

  • - Sofortiges Ansprechen beim Anfahren. Die ganzen Verbrenner-Schnarchnasen an den Ampeln nerven.


    - Super entspanntes Fahren. Ruhig, keinerlei Ruckeln.


    - Gutes Gefühl, nicht mehr Sprit unwiederbringlich mit 10kWh/l zu verbrennen.


    - Fahren in den Bergen mit Rekuperation. Kein Verbrenner erzeugt Sprit beim Bergabfahren.


    - Pause machen, während man tankt / lädt. Nicht erst tanken, womöglich Schlange stehen und dann Pause machen.


    - Eigenheimbesitzer mit PV fahren 8 Monate umsonst im Umkreis von 150km.


    - Laden beim Einkaufen, bei Zoobesuchen etc. Ich habe erst einmal überhaupt "nur" geladen an einer IE-Charge in F.


    - Kratzen? Was ist das?


    - Keinerlei Ölflecken etc. mehr. Kein Gestank in Tiefgaragen oder Parkhäusern.


    - Grundlage für viele Gespräche im Umfeld. Auch ohne Missionarismus interessant.


    Ansonsten warte ich auf den Herdeneffekt. Ab einer kritischen Menge wird das zum Selbstläufer, siehe Norwegen oder Dänemark. Die Politik könnte mit Steuern mithelfen, will sie aber nicht. Klar, D ist Autobauerland, wir haben vier der weltweit wertvollsten Automarken hier plus Submarken. Die wollen gepampert und bei Laune gehalten werden. Wird wohl noch dauern.


    Ich sehe nicht so sehr die privaten Langstreckenfahrer als Zögernde, sondern die Dienstwagenfahrer, die wirklich Langstrecke fahren. Wobei ich den Effekt auch für diskutabel halte, doch da sitzt in den Köpfen halt 500km mit 200 ohne anzuhalten. Wenn das keiner mehr kann (oder macht, weil Sprit 5€ kostet), ist das eh gegessen.

    228 PS Grün. 2. Hd., alles incl. AHK & WR außer GD und Alcantara (kein GT-Line). MJ 22; 68.000km

    Noch bei uns: Passat Variant CNG Mj 2014, 204.000km

  • Trolliver Der hohe Anteil an E-Autos in Dänemark ist zu einem sehr großen Prozentsatz auf die dänische Regierung zurückzuführen. Da gibt es eine Luxussteuer, die gestaffelt bis zu 150% auf den Wagenwert draufgeschlagen wird, die du bei der Anmeldung entrichten musst. E-Autos sind davon zwar nicht komplett befreit, aber es gibt große Rabatte, so dass das Kaufverhalten dort einfach über den Preis gesteuert wird.


    Und den Firmenwagenfahrer werden 5€ pro Liter Sprit nicht davon abschrecken 500km mit 200 km/h zu fahren. Der geldwerte Vorteil berücksichtigt die Verbrauchskosten nicht. Aber zumindest hier hat sich unsere Regierung ja dazu durchgerungen, den geldwerten Vorteil für E-Autos zu reduzieren, auch wenn Hybride mit dabei sind, was leider nachweislich unsinnig ist :(

  • SebastianU Auf die Steuer, welche seitens der Regierung helfen könnte, spielte ich an und dachte dabei explizit an Dänemark .


    Bei den Dienstwagenfahrern hast Du recht. Dann kommt ja auch noch die Tankkarte hinzu. Deutschland halt...

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    Noch bei uns: Passat Variant CNG Mj 2014, 204.000km

  • Sofortiges Ansprechen beim Anfahren

    :thumbup: Sehr gute Liste, die werde ich für mich als Grundlage nehmen und um die anderen hier aufgeführten Argumente Pro/Contra ergänzen.......falls mal wieder ein Gespräch aufkommt, kann man die dann als Whattsapp verteilen. ;)

  • Entweder habe ich das überlesen, oder ein aus meiner Sicht recht wichtiges Argument für E-Mobilität wurde noch nicht genannt: Stromnetzstabilisierung.


    Das ist zwar noch nicht ganz so weit, wie es sein könnte, aber mit Grundlagen für bidirektionales Laden und dynamischem Strompreis geht es in die richtige Richtung.

    Es ist allzu verlockend, die recht gewaltigen Batterien von E-Autos (im Vergleich zum typischen Szenario mit stationärem Heimspeicher) sinnvoll in die Stromnetze zu integrieren und damit am Ende sogar Geld zu sparen.

    Dann würden z.B die E-Autos über die Mittagszeit geladen, statt dass im Sommer Windräder auf Durchzug stehen, weil zwar Wind anliegt, aber genug Sonne scheint. Und bei Bedarf (z.B. Kochen am Abend) kann sogar von den Batterien wieder was abgezwackt werden.

    In städtischen Umgebungen mag das nur begrenzt umsetzbar sein, weil weniger E-Auto-Anschlüsse pro Kopf und damit Verbraucher verfügbar sind, als bei den angrenzenden Vororten mit Reihen- und Einfamilienhäusern. Aber das städtische Umland lässt sich leichter zur städtischen Versorgung Er-/Anschließen als ein Windpark in der Nordsee.

    Jenseits der bzw. zusätzlich zu den Quartierspeichern ist das eine geschickte Lösung für ein stärker dezentrales Stromnetz - und das ist auch aus Sicherheitsgründen (Versorgungssicherheit, Angriffsvektoren) eine wichtige Entwicklung.

    Einmal editiert, zuletzt von ev6gtline ()

  • Stromnetzstabilisierung.


    Das ist zwar noch nicht ganz so weit, wie es sein könnte, aber es ist mit Grundlagen für bidirektionales Laden und dynamischem Strompreis geht es in die richtige Richtung.

    Genau, aber das ist wohl echt noch Zukunftsmusik in Deutschland. Hier kommt man ja nicht mal auf nennenswerte Zahlen bei den dazu notwendigen intelligenten Messsystemen (iMS) mit einem Smart-Meter-Gateway.

  • Zukunftmusik ist das aber vor allem in Bezug auf den Umsetzungsstatus.

    In Bezug auf technische, ökonomische und regulatorische Machbarkeit sind die Weichen sinnvoll gestellt.

    Am Ende bleibt es ein Argument für E-Mobilität.


    Der Träumer in mir sehnt sich eine Zukunft herbei, in der Netzentgelte in Abhängigkeit von der Transportstrecke fällig werden.

    Das würde der ganzen dezentralen Stromversorgung (Bezug/Einspeisung) weitere ökonomische Vorteile bringen und E-Autos noch attraktiver machen, nicht zuletzt, weil es auch bei der öffentlichen Ladeinfrastruktur neue Angebote und andere Preise erlauben würde.

    Damit meine ich so was wie "selbstversorgende" Ladeparks an Autobahnen, die nebenan erzeugte elektrische Energie aus Windrädern und PV-Anlagen direkt anbieten, bzw. bei Bedarf zwischenspeichern und eine viel grössere Gewinnspanne haben, sofern sie nicht ausm Netz beziehen müssen, was endlich einen Preiskampf einläuten könnte.


    All das geht nur bei E-Mobilität, aber bevor wir uns jetzt verzetteln und das Gefahr läuft OT zu werden, breche ich hier ab 🤓

  • ... Und den Firmenwagenfahrer werden 5€ pro Liter Sprit nicht davon abschrecken 500km mit 200 km/h zu fahren. ...

    Seinen Chef aber vielleicht schon. Irgendjemand muss die Zeche am Ende ja bezahlen.

    Ein Abend, an dem sich alle Anwesenden völlig einig sind, ist ein verlorener Abend. (Albert Einstein)

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  • Seinen Chef aber vielleicht schon. Irgendjemand muss die Zeche am Ende ja bezahlen.


    Wenn der Mitarbeiter die 500km durch die Fahrweise so zurücklegt, dass er 1h eher beim Kunden ist, welche mit 200€/h verrechnet wird, dann rechnet sich das schon wieder - und das ist auf 500km durchaus realistisch sofern nicht Freitag am frühen Nachmittag gefahren wird.
    Sowohl Firmenfahrzeug als auch Kraftstoffkosten können abgesetzt werden.
    Selbst wenn es nicht abzusetzen wäre, dann würde bei korrekter Kalkulation die h dann halt nicht mehr 200€, sondern entsprechend mehr kosten - es aber noch immer Sinn machen, eher beim Kunden zu sein.

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