Wenn meine Schulphysik mich nicht verlassen hat und wir den Innenraum einer verschlossenen ICCU als mit einem idealen Gas gefüllt betrachten, dann gilt:
p*V/T ist konstant, mit p=Druck, V=Volumen, T=Temperatur in Kelvin
Ich denke, die Annahme, dass in der ICCU ein ideales Gas ist, ist im Rahmen der Betrachtung zulässig, nehme aber gerne Kritik an.
Wenn wir davon ausgehen, dass die ICCU bei 20°C, also 293K hermetisch versiegelt worden ist (mit Sekundenkleber...) und der Umgebungsdruck und damit auch der Druck in der ICCU 1 Bar gewesen ist, dann haben wir einen Referenzwert.
Wie verhält sich der Druck in der ICCU also bei anderen Temperaturen?
p₁*V₁/T₁ = p₂*V₂/T₂
Da die ICCU "dicht" ist (und ein Druckbehälter), ändert sich kein Volumen, ist V₁=V₂ und fiegt aus der Gleichung raus. Bleibt also:
p₁/T₁ = p₂/T₂
Wenn wir nun den Durck bei anderen Temperaturen wissen wollen, lösen wir auf:
p₂=p₁*T₂/T₁; mit p₁=1 Bar, T₁=293K
Bei -20°C (253K) oder +70°C (343K; "heiße" ICCU), sieht es dann so aus:
p₂=1 Bar * 253K / 293 K = 0,86 Bar
p₂=1 Bar * 343K / 293 K = 1,26 Bar
Selbst eine dicht verschlossene ICCU sollte mit den Temperaturen kein Problem haben. Die knapp 1,4 bis 2,6 N/cm² hält die Hülle vermutlich aus.
Dafür ist man das Problem mit Feuchtigkeitseintritt los.
Und wenn das die (Haupt)ursache für die ICCU-Defekte darstellt, ist das eine gute Idee, die ICCU abzudichten, oder?