Das ist nur deshalb nicht so kritisch, weil nur in sehr seltenen Fällen so gebremst werden muß, dass es am Ende knapp wird.
Wenn das dann aber doch mal so ist, ist es keine Glaubensfrage, sondern bestimmbarer Fakt, dass man mit ungeeigneter Bereifung einen Beitrag zum Unfallhergang geleistet hat.
Und ich für meinen Teil möchte mir keine Vorwürfe machen müssen, jemanden zu Klump gefahren zu haben, weil ich pfennigfuchsender Weise Winterrreifen im Sommer "aufbrauchen" wollte, nachdem ich Zehntausende EUR für das Auto ausgegeben habe.
Ganz abgesehen davon ist es nicht unvollstellbar, dass bei schwerwiegenden Unfällen (signifikanter Personenschaden oder gar Tote) auch nach so was geschaut wird; eine leicht zu vermeidende Angriffsfläche, wenn man eh schon andere Probleme hat.
tl;dr
Dass Winterrreifen bei sommerlichen Temperaturen nicht auf die Straße gehören, ist keine Glaubensfrage, sondern ein Ergebnis wissenschaftlicher Betrachtung und zu berücksichtigen, wenn man verantwortungsvoll Autofahren möchte.
Das Umgekehrte gilt entsprechend, denn Sommerreifen sind bei kühlen Temperaturen und insbesondere nasser Straße auch nicht zu gebrauchen im Vergleich zu Sommerreifen - da muß man an Schnee gar nicht erst denken.