Entweder habe ich das überlesen, oder ein aus meiner Sicht recht wichtiges Argument für E-Mobilität wurde noch nicht genannt: Stromnetzstabilisierung.
Das ist zwar noch nicht ganz so weit, wie es sein könnte, aber mit Grundlagen für bidirektionales Laden und dynamischem Strompreis geht es in die richtige Richtung.
Es ist allzu verlockend, die recht gewaltigen Batterien von E-Autos (im Vergleich zum typischen Szenario mit stationärem Heimspeicher) sinnvoll in die Stromnetze zu integrieren und damit am Ende sogar Geld zu sparen.
Dann würden z.B die E-Autos über die Mittagszeit geladen, statt dass im Sommer Windräder auf Durchzug stehen, weil zwar Wind anliegt, aber genug Sonne scheint. Und bei Bedarf (z.B. Kochen am Abend) kann sogar von den Batterien wieder was abgezwackt werden.
In städtischen Umgebungen mag das nur begrenzt umsetzbar sein, weil weniger E-Auto-Anschlüsse pro Kopf und damit Verbraucher verfügbar sind, als bei den angrenzenden Vororten mit Reihen- und Einfamilienhäusern. Aber das städtische Umland lässt sich leichter zur städtischen Versorgung Er-/Anschließen als ein Windpark in der Nordsee.
Jenseits der bzw. zusätzlich zu den Quartierspeichern ist das eine geschickte Lösung für ein stärker dezentrales Stromnetz - und das ist auch aus Sicherheitsgründen (Versorgungssicherheit, Angriffsvektoren) eine wichtige Entwicklung.