Beiträge von Amtrack

    Ob der Chef dann dem Kunden plötzlich die Stunde anstelle von 200,- für 300,- in Rechnung stellt?


    Der Mitarbeiter wäre in meinem Beispiel noch unterwegs zum Kunden bei normaler Fahrweise, während er bei schneller Fahrweise bereits zum Betriebsergebnis beiträgt. ;)
    Und ob da nun 100 oder 200€ als Nutzen bei rauskommen - es ist in beiden Fällen mehr als "nichts" weil er noch unterwegs wäre.


    Und was ist, wenn er das mit Vorliebe bei der privaten Nutzung macht? 8)


    Du meinst, so wie ich das mache? :P
    Alternativ könnte mein Chef mir natürlich auch erheblich mehr Gehalt am Ende des Monats überweisen und ich dafür auf den Firmenwagen verzichten.
    Möchte mein Chef aber nicht, weil er mein Gehalt nicht absetzen und auch nicht abschreiben kann, den Firmenwagen samt dessen Unterhalt aber sehr wohl.


    Amtrack

    Eine Stunde rauszufahren habe ich bisher noch nicht geschafft. Meine Strecken zum Kunden sind nicht 500 km lang. M. E. wird das in den meisten Branchen eher die Ausnahme sein und es müsste sich überwiegend um unbeschränkte Autobahnen handeln. Sehr theoretisch.


    Bei Fahrtzeitberechnung macht es natürlich Sinn, sich nicht zu beeilen - bekommt man bezahlt, verursacht weniger Kosten als schneller fahren.

    Auf 500km Strecke schaffe ich es regelmäßig zwischen 40-60 Minuten vor kalkulierter Zeit einzutreffen.
    Und ja, unter Beachtung der Verkehrsregeln und der äußeren Umstände.

    Warum ich das mache? Weil es mir schlichtweg sehr viel Spaß macht und ich zu 100% aufmerksam beim Fahren bin.
    Beim Rumdödeln mit 100km/h wird mir langweilig, und ich spiele vermehrt am Radio herum, schaue im Bordcomputer nach unwichtigen Infos oder telefoniere, um mir die Zeit zu vertreiben.


    Und selbstverständlich kann man auch mit eAutos schnell fahren - die Hersteller arbeiten ja mit sehr großen Schritten daran, sie den Verbrennern diesbezüglich möglichst ähnlich oder gleichwertig zu bekommen, damit eben genau dieses Argument GEGEN Elektromobilität fällt.

    Seinen Chef aber vielleicht schon. Irgendjemand muss die Zeche am Ende ja bezahlen.


    Wenn der Mitarbeiter die 500km durch die Fahrweise so zurücklegt, dass er 1h eher beim Kunden ist, welche mit 200€/h verrechnet wird, dann rechnet sich das schon wieder - und das ist auf 500km durchaus realistisch sofern nicht Freitag am frühen Nachmittag gefahren wird.
    Sowohl Firmenfahrzeug als auch Kraftstoffkosten können abgesetzt werden.
    Selbst wenn es nicht abzusetzen wäre, dann würde bei korrekter Kalkulation die h dann halt nicht mehr 200€, sondern entsprechend mehr kosten - es aber noch immer Sinn machen, eher beim Kunden zu sein.

    Hinten bremst halt nicht so arg viel, weil das Gewicht beim Bremsen nach vorne wandert.
    Was hilft: schwere Dinge in den Kofferraum oder, noch erheblich besser, einen Anhänger mit ausgereizter Stützlast sofern AHK vorhanden ist.

    Alternativ, so doof es sich anhört: freie Fläche suchen, Rückwärts fahren und mehrmals kräftig bremsen bis die Bremsen "sauber" sind :rolleyes:

    Was ich so zwischendurch mache: immer mal wieder mit dem "Notbremshebel" der Handbremse unter der Fahrt bremsen. Der beteiligt die hintere Bremse mehr als ein normaler Bremsvorgang auf N es macht.

    Und dein Beitrag sagt mit, dass du noch nie selber auf einer Rennstrecke warst und keine Erfahrungen mit (sicheren!) Hochgeschwindigkeitsfahrten hast... vMax fahren geht auf der Rennstrecke halt nicht in dem Maße. ;)

    Und ich sehe keinerlei Probleme oder Gefährdung darin, im Rahmen des Verkehrsgeschehens (Verkehr, Wetter, allgemeine Umstände) auch mal längere Zeit Höchstgeschwindigkeit zu fahren.
    Gerne mit jemandem zusammen, der da auch Spaß dran hat und es kann ;) (die beiden Alfisti hatten Spaß daran).

    Es wurde niemand gedrängelt, es gab keine Lichthupe, kein rechts überholen, man respektiert sich und geht vom Gas, wenn die Lücke zum Vorbeifahren zu klein ist, anstatt auszubremsen, es wurde abgebremst und Sicherheitsabstand eingehalten wenn einer der wenigen dann doch mal mit 90km/h nach links ist usw.
    Eben eine (sehr schnelle) Fahrt auf Augenhöhe mit Spaß am Fahrzeug.

    Gerade die Beschleunigung von 80 oder 90 ausgehend bis 250 macht doch Laune 8)

    Wie lange kann man eine solche Fahrt durchhalten? Immer zwischen 100 und 250... das muss doch tierisch auf die Reichweite gehen. Von der Leistungsaufnahme mal abgesehen.


    Geht es, geht es... :D
    Aber in dem Moment war es mir das einfach wert.
    Bei der Fahrweise komme ich maximal 150km weit von 100% SOC ausgehend, eher so 120km. :whistling:

    Leistung kostet... aber fahr mal einen Verbrenner so, der liegt dann auf jeden Fall auch deutlich über 5 Liter / 100km mit dem Dinosaft was umgerechneterweise der GT dann so verbraucht.

    Es hat gereicht um bei wenig Verkehr einem Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio und einer Alfa Giulia Quadrifoglio über lange Zeit mitfahren bzw. bei letzterem sogar davonfahren zu können.
    Kein Dauervollgas, aber immer wieder verkehrsbedingtes abbremsen auf 80-130km/h und dann wieder rauf auf 250+.

    Üblicherweise überhitzen viele eAutos bei solcherlei Behandlung.

    Anschaffungspreis bzw. für *sehr* viele Nutzer eben auch die Gebrauchtpreise für brauchbare Fahrzeuge.

    Theoretisch hätte ich auch mit einem EV9 meine Bedürfnisse an ein offroadfähiges Zugfahrzeug decken können...aber für die Differenz im Anschaffungspreis im Vergleich zum jetzigen GL kann ich extrem lange auch vollkommen überteuerten Diesel erwerben.

    Es gibt halt schlichtweg noch keine 20 Jahre alten BEV mit 2,5to (3,5 kann der GL) Anhängelast.
    Wie die dann mit 20 Jahren sind, ob noch brauchbar oder eben nicht mehr, das wird sich noch zeigen.

    Leute die mit mir über die "Sinnhaftigkeit von BEV vs ICE" diskutieren wollen, ignoriere ich. Die stehlen mir nur wertvolle Zeit. Oder wollen Rage baiten...


    Es gibt sie dennoch, die Lücken die Stand aktuell nicht von einem BEV geleistet werden können (deswegen habe ich neben dem EV6 noch ein paar Verbrenner) - aber sie werden zusehends kleiner. :)