ICCU Probleme Kia EV6 / Rückruf in Europa - Forum: ohne Gewähr, auch hier gilt die Netiquette!

  • Fortsetzung:


    Am Ende des Beitrags gibt es einen Download-Link mit Makerdateien für 3D-Printer für die vorgeschlagenen Bauteile. In einem weiteren Folgebeitrag gibt es Fotos der vorgeschlagenen Bauteile.

    KIA EV6 GT-Line 77kWh RWD P5 P6 WP in Yachtblau met. MJ '23 seit 04/24, also ein Vor-Facelift Modell.

  • Ausgehend vom beschriebenen Fehlermechanismus müsste das Ausfallszenario folgendermaßen aussehen:

    • Die ICCU wird durch einen AC-Ladevorgang oder eine längere Fahrt aufgeheizt
    • Luft in der ICCU erwärmt sich und dehnt sich aus
    • Überdruck wird über die Entlüftungsöffnung ausgeglichen
    • ICCU wird anschließend durch das Kühlsystem herunter gekühlt
    • Luft in der ICCU kühlt ab; Luftvolumen verkleinert sich
    • Luft wird über Entlüftungsöffnung angesaugt
    • Falls Bauteile im Inneren der ICCU kälter sind als die angesaugte feuchte Luft, erfolgt Kondensation
    • Falls Kondensation an kritischem Bauteil erfolgt -> Kurzschluss

    Dieses Szenario wird bei kalter, feuchter Witterung wahrscheinlicher. Man denke an den Fall, dass man bei Schnee- oder Regenwetter mit nassen Schuhen einsteigt und damit Feuchtigkeit in den Passagierraum einführt.

    KIA EV6 GT-Line 77kWh RWD P5 P6 WP in Yachtblau met. MJ '23 seit 04/24, also ein Vor-Facelift Modell.

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  • Interessanter Beitrag. Wir verbauen bei uns in der Firma ebenfalls Membranen zur Abdichtung einer Entlüftungsöffnung. Ich sollte mal den Kollegen im Nachbarbüro fragen, ob unsere Membranen Luftfeuchtigkeit draußen halten können. Die unscheinbaren Aufkleber kosten immerhin rund 3€ pro Stück, da sollten die hoffentlich was leisten.

    EV6 MY22 GT-Line RWD Snow White, 19", Assist+, keine WP

    Nissan Pulsar 1.5 dCi Acenta mit Technologie-Paket, Perl-Weiß

    --> Ladetarife grafisch dargestellt <-- | Ergänzungen/Korrekturen gerne per PM

  • Hab mal eine ähnliche Geschichte von Straßenlaternen in Kanada (?) aufgeschnappt. Da wurde auch jede Nacht durch den Druckunterschied feuchte Luft ins Innere gesaugt, trotz Gummidichtung. Ist dann kondensiert und kam so nicht mehr raus. Irgendwann war so viel Wasser drin, dass es zum Kurzschluss kam. Ist Ingenieuren also nicht gänzlich unbekannt, das Problem.

    EV6 | RWD | 77.4 kWh | MJ24 | GT-line, P5 Assist+, P6 Sound | Runway Red

  • Ich habe mich mal mit Leistungs-Endstufen beschäftigt. Normalereeise hatten die Transistoren eine Spannungsfestigkeit vom Doppelten der Betriebsspannung. Theoretisch war das ausreichend. Ruhe vor Ausfällen hatten wir erst bei dreifachen. Damals konnte man bezahlbare spannungsfestere Transistoren nachrüsten und hatte Ruhe. Transistoren mit 1700V bei 800V Betriebs Spannung ist aus dieser Erfahrung mutig, meiner persönlichen Meinung nach.

    Sicher wird Kia das ausgiebig simuliert haben...


    Ich habe ja selbst die Erfahrung gemacht, wie von heute auf morgen, die nur wenige Monate alte ICCU das Laden des Akkus übernacht, wörtlich, eingestellt hat.

    Ich habe sonst nie die Klima Anlage zum Heizen nutzen wollen um den Wagen zum morgen per Timer aufzutauen. Die Idee dazu kann mir kurz vor Mitternacht.

    Beim remote Setzen des timers habe ich versehentlich remote die Klima gestartet aber sofort abgeschaltet, als die Quittung dafür kam.

    Wenn die Klima gestartet wird, wird auch das Laden des 12V Akkus gestartet. Der muss ja das Hochvolt Relais und die Ventilatoren und Pumpen ver sorgen, auch wenn der Wagen nicht gestartet ist. Wie lange läuft das nach?

    Am nächsten Morgen lief die Klima nicht wie programmiert. Ich konnte sie auch nicht remote starten.

    Im Wagen lass ich eine Akku- Spannung von 10,5 V.

    Auch lief die Klimaanlage in dem Moment los, als ich den Wagen startete. Aber die Akku- Spannung stieg nicht auf 14,4V was beim Laden zu erwarten gewesen wäre.

    Die Temperaturen waren um/unter 0 C, weshalb ich ja die Klima nutzen wollte. Könnte es sein, das Klimatimer nicht mit der intelligenten Klimatisierung benutzt werden kann?


    Wie ist das jetzt mit der Kondens-Wasser

    -Theorie zu vereinbaren?


    Der Wagen wurde ausschließlich AC geladen, praktisch nur in Kurzstrecke gefahren. D.h. es ist wohl nie zu einem Trocken-Vorgang gekommen, weil bei 11kW oder gar 2,2W AC Ladung wird es nicht wirklich warm in der ICCU... Und unter 100km Landesstraße bringen ja auch nix.

    Hat das mit der Klima zu tun?

    Immerhin zeigt die Statistik ja einen Anstieg der Ausfälle zum Winter. Wann braucht man die Klima zum Heizen?

    Aber im Winter ist erwärmte Luft relativ trocken und kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen.

    Diese kondensiert aber an kalten Stellen, wie Brillen Träger wissen.

    Stellt sich die Klima zum schnellen Aufheizen auf Umluft?



    Ich habe noch eine Frage.

    Wenn Wasserdampf, H2O gasförmig, kondensiert entsteht ja erstmal reines destilliertes Wasser, oder?

    Und das ist nicht leitfähig, oder?

    Erst Aerosole oder Staub und Dreck machen das Kondensat Leitfähigkeit, oder?

    Sind Ausfälle an den Küsten häufiger?


    Noch eine Frage.

    Warum kann man diese kritische Engstelle nicht einfach mit Epoxidharz o.ae. ausfüllen?


    Die Ideen mit dem Druck- Ausgleichgefäß ist nett.

    Nur könnte Wasser ja schon in den Bauteilen sein. Man müsste also das ganze stunden lang sehr warm unter Vakuum setzen, lackieren und dann mit einem innert Gas füllen, oder?

    Das ganze in einem Reinraum.

  • Ich habe mich mal vor langer Zeit mit Leistungs-Endstufen beschäftigt. Normalerweise hatten die Transistoren eine Spannungsfestigkeit vom Doppelten der Betriebsspannung. Theoretisch war das ausreichend, aber Ruhe vor Ausfällen hatten wir erst bei dreifachen. Damals konnte man bezahlbare spannungsfestere Transistoren nachrüsten und hatte Ruhe. Transistoren mit 1700V bei 800V Betriebsspannung ist aus dieser Erfahrung mutig, meiner persönlichen Meinung nach.

    Sicher wird Kia das ausgiebig simuliert haben.


    Ich habe ja selbst die Erfahrung gemacht, wie von heute auf morgen, die nur wenige Monate alte ICCU das Laden des Akkus übernacht, wörtlich, eingestellt hat.

    Ich habe sonst nie die Klima Anlage nutzen wollen um den Wagen zum morgen per Timer aufzutauen. Die Idee dazu kann mir kurz vor Mitternacht.

    Beim remote Setzen des timers habe ich versehentlich remote die Klima gestartet aber sofort abgeschaltet, als die Quittung dafür kam.

    Wenn die Klima gestartet wird, wird auch das Laden des 12V Akkus gestartet. Der muss ja das Hochvolt-Relais und die Ventilatoren und Pumpen versorgen, auch wenn der Wagen nicht gestartet ist.

    Am nächsten Morgen lief die Klima nicht. Ich konnte sie auch nicht remote starten, was wenige Stunden zu vor noch ging.

    Im Wagen lass ich eine Akku- Spannung von 10,5 V.

    Auch lief die Klimaanlage erst los als ich den Wagen startete. Aber die Akku-Spannung stieg nicht auf 14,4V was beim Laden zu erwarten gewesen wäre.

    Die Temperaturen waren um 0 C, weshalb ich ja die Klima nutzen wollte. Könnte es sein, das Klimatimer nicht mit der intelligenten Klimatisierung benutzt werden kann?


    Wie ist das jetzt mit der Kondens-Wasser-Theorie zu vereinbaren?


    Der Wagen wurde ausschließlich AC geladen, praktisch nur in Kurzstrecke gefahren. D.h. es ist wohl nie zu einem Trocken-Vorgang gekommen, weil bei 6,6kW oder gar 2,2W AC Ladung wird es nicht wirklich warm in der ICCU...

    Hat das mit der Klima zu tun?

    Immerhin zeigt die Statistik ja einen Anstieg der Ausfälle zum Winter. Wann braucht man die Klima zum Heizen?

  • Habe den Thread im verbotenen Forum auch gelesen.

    Ja, der Chris ist aus dem DE Sprachraum und ja, der ist Profi auf dem Gebiet. Es gibt im selben Forum noch einen deutschen Thread

    "ICCU Schaltungstechnik Achtung Hardcore"

    Auch sehr lesenswert, dort hat er seine Analyse der geschlachteten ICCU ausführlich dokumentiert.


    Mit EN eignet sich seine unschätzbare Arbeit direkt für die ganze Welt, statt nur ein paar Deutsche zu erreichen. Und ich glaube der eine oder andere Satz ist absichtlich so formuliert damit HMG den Wink mit Baumstämmen versteht, auch und gerade in einer seiner Antworten/Ergänzungen weiter hinten, wo er auf Bauteilabstände eingeht, die HMG möglicherweise unzulässig drastisch unterschritten hat.


    Das Kondensationsproblem wird, wenn ich es richtig verstanden habe, durch die aktive Wasserkühlung begünstigt, bei der die ICCU mit kaltem Kühlmittel durchströmt wird.


    Die vorgeschlagene Lösung wird nur an die ICCU geklemmt, im wahrsten Sinne des Wortes. Das eine Teil (gelb) trägt einen O-Ring und wird über das "Atemloch" der ICCU gesetzt (dort ist ihre Oberfläche Plan gefräst). Mit dem Keil (lila) verklemmt man das ganze dann gegen die Karosserie hinter (?) der ICCU. Null Veränderung an der ICCU selbst, kein Garantieverlust. Einfach vor der nächsten Inspektion wieder abnehmen wenn man glaubt, dass da jemand hin guckt.


    Habe mir die Platzverhältnisse noch nicht selbst angesehen. Würde aber den Schlauch zum Sack mit dem Trocknungsgranulat möglichst kurz halten, da das "Atemvolumen" der ICCU wohl recht klein sein dürfte, wodurch sie ihre "Ausatemluft" überhaupt erstmal bis zum Granulat bringen muss. Ist der Schlauch lang, atmet sie die Feuchtigkeit vielleicht direkt wieder mit ein...Problem des langen Schnorcheln. Oder Granulat mit in den Schlauch wenn möglich, dann wirkt das direkt am Auslass.


    Und dann hoffen, dass sie sich das, was sie schon gezogen hat, von der Platine atmet, bevor ein Tröpfchen an der falschen Stelle entsteht....

  • So weit war ich in dem thread gar nicht gekommen seinerzeit. Aber ist das Teil mit dem O-Ring keine semipermeable Membran? Dann könnte zumindest nichts in die ICCU zurückfließen.

    228 PS Grün. 2. Hd., alles incl. AHK & WR außer GD und Alcantara (kein GT-Line). MJ 22; 63.000km

    Noch bei uns: Passat Variant CNG Mj 2014, 204.000km