Photovoltaik geführte Überschuss Ladung mit Hersteller- und OpenSource Lösungen (Strategien, Produkt-Diskussionen, Hilfestellungen)

  • Hallo Zusammen,


    dann stelle ich mal meine Ladelösung vor. Eventuell für jemanden von Euch interessant.


    Welche Hardware:

    - Synology NAS mit aktueller DSM Version mit Docker, darüber EVCC installiert

    - Sungrow Wechselrichter SH10RT-V112

    - Sungrow Heimspeicher SBR128 --> 12,8 KW/h ca.

    - go-e Charger Gemini flex mobile Ladestation 22kW (CH-04-22-01) ( Auf 11 KW limitiert wegen max Leistung im Hausstrom und der EV6 kann eh nicht mehr )

    ( Die 22KW Variante wurde angeschafft, da diese günstiger als die 11 KW Variante war und zudem langlebiger ist, da die verbauten Komponenten für 22KW ausgelegt sind aber nur 11 KW benötigt werden )

    - ein E Auto, vorzugsweise einen EV6 :D


    Alle Geräte sind entweder per LAN oder WLAN angebunden und komminizieren darüber. HomeAssistant ist in diesem Fall nur Zuschauer und wird, dank evcc, nicht benötigt.



    im EVCC musste ich dann lediglich den Wechselrichter unter PV Anlage, Batterie und Netzzähler eintragen. Dazu noch den Kia integrieren ( Api hatte ich schon zuvor für den Sorento für HomeAssistant also habe ich mir den Schritt sparen können ).

    Als Sahnehäubchen noch Batterielimits für den Heimspeicher festgelegt, damit über 90% Ladestand dann das Auto priorisiert wird. Zusätzlich noch Solarprognosen und CO2 hinterlegt und fertig war die config.


    Nun kann ich das Auto immer einstecken und evcc regelt den Rest. Um 16:30 heim kommen und anstecken lohnt sich nun, da dann eben langsam geladen wird, während der Heimspeicher voll ist. Muss ich dann nun deutlich weniger Strom einkaufen.


    Beim Go-E Charger habe ich auch nicht das virtuelle Ausstecken aktiviert, wie von EVCC empfohlen, denn es funktioniert auch ohne wunderbar.


    Auf das e Auto habe ich mich mental schon vor 4 Jahren vorbereitet und extra direkt Starkstrom in die Garage legen lassen. Somit Konnte ich den Go-E Charger in der Flex Variante einfach an den Starkstrom Anschluss anschließen und loslegen. Da ich zuvor schon WLAN in der Garage hatte, für die automatische Garagensteuerung, konnte ich den Go-E Charger direkt mit ansteuern.


    Somit wurde nun alles mir mögliche für eine so gering wie mögliche Netzeinspeisung getan :D


    Ladeleistung funktioniert perfekt von 1,4 KW/h bis hoch auf 10,9 KW/h.


    Wenn jemand Fragen hat oder Hilfe bei der Einrichtung braucht, gerne melden.

    Als nächsten Schritt werde ich noch den PHEV Sportage meiner Tochter einbinden mit eigenem Profil. Das geht dann aber erst, wenn Sie mal wieder zu besuch ist :)



    Viele Grüße

    Kia EV6 GT-Line AWD ( Facelift ) in Vollausstattung ( BJ 2025 ) 84 KW/h Akku in snowwhite auf 20 Zoll Felgen

  • Um bisschen API Requests zu sparen habe ich den EV6 nur in Home Assistant drin, und evcc holt sich die Infos da ab. Ansonsten würd ich sagen, alles richtig gemacht :thumbup:

    EV6 | RWD | 77.4 kWh | MJ24 | GT-line, P5 Assist+, P6 Sound | Runway Red

  • Für was muss das Fahrzeug integriert sein?

    Die GoE hat ja eine volle API und wenn ich es richtig verstehe wird nur die Ladeleistung und Phasenumschaltung geführt?

    Mit Linux und Docker kenn ich mich ein wenig aus. Mit REST und MQTT noch weniger :D


    Bei mir würde das aber trotz Homeoffice wenig bringen wenn ein Tag wenig Sonne bringt. Da kann ich 2 andere BEV mit 6A laden und notfalls kompensiert der SonnenPerformance.


    Ich denke nur laut nach, weil ab und zu nachsehen und manuell nachregeln ist manchmal mühsam.

    Aber dafür eine HW zu kaufen ist mir zu viel.


    Finde das aber eine sehr gute Lösung. Für Laien wäre halt ein geführtes Setup besser.

    An Linux und Docker werden viele abseits der IT scheitern (außer man hat Claude zu Hilfe 🤣)

    Kia EV6 GT EZ 9/2025 yachtblau matt + SD

  • Das Auto muss integriert sein um den Ladestand abzufragen oder das Ladelimit anzupassen.


    Evcc hat eine gute Doku und wenn man nicht weiter weiß, hilft eine KI hier auch gerne weiter.


    Man kann auch mehrere charger integrieren jedoch zwecks fehlender Charger weiß ich nicht ob Lastmanagement machbar ist mit evcc.


    Ich musste jetzt bis auf den Charger nix kaufen. Wer eine syno oder Qnap zu Hause hat, kann schon loslegen.


    Viele Grüße

    Kia EV6 GT-Line AWD ( Facelift ) in Vollausstattung ( BJ 2025 ) 84 KW/h Akku in snowwhite auf 20 Zoll Felgen

  • Ich hätte sogar einen Netcup Webserver mit Ubuntu 24 Server LTS zum Testen. Muss ich mir mal ansehen 😀

    Ladelimit vom EV6 bleibt bei mir zu 99% bei 80% ... also müsste ich das Auto nicht einbinden wenn ich das Ladelimit über Kia App einstelle?

    Kia EV6 GT EZ 9/2025 yachtblau matt + SD

  • Musst du nicht. Kannst auch ein Gast Auto verwenden. ☺️


    Docker ist halt einfacher als ein Linux System 😉

    Kia EV6 GT-Line AWD ( Facelift ) in Vollausstattung ( BJ 2025 ) 84 KW/h Akku in snowwhite auf 20 Zoll Felgen

  • Hi, ich hab 2x GoE im Einsatz. 1x 22kw 1x 16kw. Das Lastmanagement hab ich direkt in den chargern gemacht. Bei GoE total simpel. Als Auto besitz ich einen Ev6 und einen Enyaq das läuft in Evcc problemlos. Vorm EV6 hatte ich einen XC40 Recharge, dieser funktionierte ebenso top.

    Die Anbindung vom Auto brauchst du für unterschiedliche Dinge. z.B. laden bis X Prozent. Geplantes laden, sprich ich sag generell PV Überschuss laden, aber am Sonntag um 8 Uhr morgens möchte ich 90% haben. Dann fängt er das Laden so an, das um kurz vor eingestellter Zeit der Ziel Soc erreicht ist. Das nimmt er dann aus Akku oder Netzt. (Ebenfalls einstellbar) ..... EVCC ist total universal und relativ simpel. Einfach genial

    Gruß

  • und relativ simpel

    Jetzt wo ein Großteil der Konfiguration über die Weboberfläche einzustellen ist, kann man das sagen, ja. Vor 1,5 Jahren sah das noch ganz anders aus.

    Das Auto muss integriert sein um den Ladestand abzufragen oder das Ladelimit anzupassen.

    Kommt nur nicht auf die Idee, den Lade-Stopp von evcc direkt auf die Kia-API zu legen, statt auf die Wallbox. Damit bringt man wenn's dumm läuft die 12V um die Ecke. Man muss sich aber auch bisschen doof anstellen, um das hinzukriegen.

    EV6 | RWD | 77.4 kWh | MJ24 | GT-line, P5 Assist+, P6 Sound | Runway Red

  • Finde das aber eine sehr gute Lösung. Für Laien wäre halt ein geführtes Setup besser.

    An Linux und Docker werden viele abseits der IT scheitern (außer man hat Claude zu Hilfe 🤣)

    Eine Alternative dazu wäre die Installation eines EVCC-Images auf einem RaspberryPi oder einem anderen kompatiblen Gerät.

    Ein EVCC-Image herunterladen, mit einem geeigneten Programm (z.B. Rufus) das Image auf eine SD-Karte schreiben und dann über http://IP-Adresse-EVCC:7070/ auf EVCC zugreifen macht zwar auch Laien ein wenig (ungewohnte) Arbeit, aber ist eventuell leichter zu handhaben als Docker bzw. wenigstens eine Alternative dazu, wenn es bei Docker klemmt.

    Wenn dann nach Einrichtung des EVCC die Konfiguration gesichert wird, ist das quasi wartungsfrei, weil das Image automatische Updates konfiguriert hat und wenn mal was ganz schiefgeht, installiert man neu und stellt die Konfiguration wieder her.


    Ich scheitere in meinem Fall am Hinzufügen des Wechselrichters, weil ich die Dokumentation der PV-Anlage noch nicht habe (und daher auch keine Anmeldekennungen) und beim SMA Tripower Modbus standardmäßig deaktiviert ist, was ich mangels Anmeldekennung auch derzeit nicht selbst ändern kann.


    Den letzten Absatz habe ich vor allem aus einem Grund hinzugefügt: die Installation/Konfiguration ist nicht die einzige denkbare Hürde beim Einrichten des PV-Überschußladens per EVCC.

    Ein gewisses Hintergrundwissen für das, was passiert, ist an allen Stellen erforderlich.

    So simpel, wie es manchen vorkommt ist es - speziell für Laien - nicht.

    Aber nichts davon sind unüberwindbare Hürden. Es braucht lediglich ein wenig Beschäftigung mit der Materie, wenn man das selbst in die Hand nehmen möchte.

    Und ob man auf den Stapel, mit dem man sich beschäftigen muß Docker/Images/whatever packt, ist am Ende egal.

    Ganz Plug-and-Play ist auf jeden Fall nix davon, sondern alles braucht ein paar Handgriffe; wenn es gut läuft aber auch nur das.

    Das Hinzufügen der goE Wallbox war easy, den EV6 reinzubekommen dank hervorragender Anleitung nur ein wenig Fleißarbeit und der SMA Home Manager 2.0 hat auch keinen Ärger gemacht.