Welche Wallbox Lösungen machen für mich Sinn?

  • Einen schönen Abend ihr Lieben,

    auch wenn wir noch kein E-Auto haben, mache ich mir schon Gedanken, wie die Lösung bei uns aussehen könnte.

    Ich habe auf dem Dach eine größere PV-Anlage (> 9 kWp) und beim Hausbau vor ca. 10 Jahren bereits ein 32A-Drehstromkabel in die Garage legen lassen.

    Jetzt stellt sich für mich die Frage, worauf ich bei einer Wallbox achten sollte.

    Mir sind vor allem drei Punkte wichtig:

    1. Ladeleistung:
      Als Neuling klingt für mich 22 kW natürlich erstmal deutlich attraktiver als 11 kW.
      Allerdings habe ich inzwischen gelesen, dass viele Fahrzeuge (u. a. der Kia EV6?) AC-seitig ohnehin nur mit 11 kW laden.
      → Macht eine 22-kW-Wallbox dann überhaupt Sinn, auch im Hinblick auf Zukunftssicherheit?
    2. PV-Überschussladen:
      Ich würde gerne möglichst viel meines eigenen Stroms nutzen.
      Speicher habe ich aktuell noch nicht, Wechselrichter ist ein Kaco Powador 18.0 TL3.
      → Reicht hier eine Lösung über einen externen Energiezähler am Hausanschluss oder sollte die Wallbox direkt mit der PV-Anlage kommunizieren?
    3. Zukunft / zwei Fahrzeuge:
      Falls später ein zweites E-Auto dazukommt, wäre mir wichtig, dass die Lösung das sauber abbilden kann (Lastmanagement / ggf. zwei Ladepunkte).


    Zusätzlich stellen sich mir noch ein paar grundlegende Fragen:

    • Wie läuft das aktuell mit Anmeldung bzw. Genehmigung bei den Stadtwerken (11 kW vs. 22 kW)?
    • Ist mein vorhandener 32A-Anschluss in der Garage automatisch für 22 kW geeignet oder muss das im Detail geprüft werden?

    Ich freue mich über eure Erfahrungen und Tipps - gerade auch von denen, die schon PV + Wallbox im Einsatz haben 🙂

    Falls ich hier komplett falsch bin, gerne auch ein Hinweis auf passendere Foren.


    LG

    Ronso

  • Hi, die Zappi von myenergi kann Überschussladen ohne mit dem Wechselrichter kommunizieren zu müssen. Hat eigene Messklemmen.

    Kann sowohl 11 als auch 22 kW.

    Lastmanagement kann auch konfiguriert werden.

    Nachteil: nicht günstig


    Als ich die installiert habe, musste 11 kW nur beim Netzbetreiber angemeldet werden. 22 kW waren genehmigungspflichtig.

    Bestellt: 17.12.2021, kein Vorläufer, 🇩🇪

    Fahrzeuge: KIA EV6 GT-line, 77.4 kWh, RWD, P5, P6, WP, Runway red / Renault Twingo Electric

    PV: 17,94 KWp O/W/S und 5,12 KWh Speicher

    Ladeinfrastruktur: 2 x myenergi Zappi mit Lastmanagement

    Einmal editiert, zuletzt von Martin-SH ()

  • Hi Martin, 🙂

    vielen Dank für deine Rückmeldung!

    Bezüglich Lastmanagement hätte ich noch eine Frage:

    Würde ich dafür zwingend eine zweite Wallbox benötigen, oder kann die Zappi auch zwei Autos gleichzeitig versorgen (z. B. mit zwei Ladepunkten oder Aufteilung der Leistung)?

    Und vielleicht noch aus deiner Erfahrung:

    Wie gut funktioniert das mit dem PV-Überschussladen im Alltag wirklich - gerade ohne Speicher? Lädt die Box sauber dynamisch nach, auch wenn die Sonne mal schwankt?

  • Ein gewisses nachlaufen hast du bei jeder wallbox.

    Als ich noch keinen Speicher hatte, lief die Regelung aber ganz gut.

    An der wallbox kann auch sehr viel vom User eingestellt werden.

    An der wallbox kann nur ein Fahrzeug zur Zeit geladen werden.

    Wenn zwei Fahrzeuge zeitgleich geladen werden sollen, wird eine zweite wallbox benötigt und erst dann würde auch das lastmanagement zum Tragen kommen.


    Ach ja, die wallbox beherrscht auch, wenn gewünscht, automatische Phasenumschaltung. Ein umschalten der Phase dauert zum Schutz der Fahrzeugelektronik ca. 90 Sekunden.

    Bestellt: 17.12.2021, kein Vorläufer, 🇩🇪

    Fahrzeuge: KIA EV6 GT-line, 77.4 kWh, RWD, P5, P6, WP, Runway red / Renault Twingo Electric

    PV: 17,94 KWp O/W/S und 5,12 KWh Speicher

    Ladeinfrastruktur: 2 x myenergi Zappi mit Lastmanagement

  • Für 11kw Laden ist nur die Anmeldung beim örtlichen Versorger nötig. Für 22kw benötigst du eine Freigabe und Genehmigung deines Versorgers was anhand chronisch zu kleinen Versorgungsleitungen kaum genemigt werden dürfte.

    2 Autos über 1 Wallbox wird kaum möglich sein. Die Wallbox stellt ja nicht nur einfach 400Volt zur Verfügung sondern kommuniziert mit dem Auto bezgl. angeforderter/vorhandener Ladeleistung.

    Solar Überschußladen sollte man nicht überbewerten. Nur im Sommer richtig möglich.

  • was anhand chronisch zu kleinen Versorgungsleitungen kaum genemigt werden dürfte.

    Verstehe ich nicht, auch wenn ich die Sinnhaftigkeit der 22kW anzweifle, das haben doch einige genehmigt bekommen :/

  • Freigabe und Genehmigung deines Versorgers was anhand chronisch zu kleinen Versorgungsleitungen kaum genemigt werden dürfte

    Das ist regional sehr unterschiedlich. Gibt genug Gegenden wo das problemlos möglich ist.


    2 Autos über 1 Wallbox wird kaum möglich sein

    Es gibt Wallboxen mit zwei Kabeln, die werden also auch zwei Autos laden. Ansonsten mit zwei Wallboxen und gesteuerter Lastverteilung.


    Solar Überschußladen sollte man nicht überbewerten. Nur im Sommer richtig möglich.

    Von März bis Oktober würde ich mal sagen, je nachdem wo das Auto tagsüber steht.

    EV6 | RWD | 77.4 kWh | MJ24 | GT-line, P5 Assist+, P6 Sound | Runway Red

  • Von März bis Oktober würde ich mal sagen, je nachdem wo das Auto tagsüber steht.

    Bei der Effizienz der Panel tut sich mittlerweile einiges, von daher würde ich Deine Angabe mehr als unterschreiben.


    Verwandtschaft von mir hat sich eine PV-Anlage angeschafft obwohl es noch vor zehn Jahren geheißen hat, daß die Lage des Grundstückes das nie hergeben würde. Läuft jetzt aber wohl viel besser als erwartet.

  • Verstehe ich nicht, auch wenn ich die Sinnhaftigkeit der 22kW anzweifle, das haben doch einige genehmigt bekommen :/

    Sicher wird es auch 22kw Anschlüsse geben.

    Bei unserem Versorger gibt es für Privathaushalte grundsätzlich keine 22kw Freigabe.

    In Zeiten wo außer dem Auto auch noch viele Wärmepumpen installiert werden sind die Versorgungsleitungen zu den Unterverteilungen in den Straßenzügen der Flaschenhals.

    Der Gesetzgeber versucht ja gerade, mit der Novelle zum §14 ENwG den Versorgern hier die Möglichkeit zur Leistungsreduzierung des Strombezugs zu ermöglichen.

  • Bei unserem Versorger...

    Eben, ein regional begrenztes Phänomen. Aber auf keinen Fall so zu verallgemeinern wie es in Deiner obigen Aussage von Dir geäußert wurde.