Innerer Monk hin oder her, es gibt in der Tat Anhaltspunkte - wenn auch keine harten Beweise - dass Feuchtigkeit bei ICCU-Ausfällen eine Rolle spielt.
Folgt man den Infos aus den vielen Beiträgen dieses Threads, dann gehört das folgende Szenario in diesem Zusammenhang dazu:
- Der Wagen wird per AC geladen; dabei heizt sich die ICCU auf. Die Kühlung läuft an.
- Warme Luft innerhalb des ICCU-Gehäuses dehnt sich aus und entweicht über die Entlüftungsöffnung.
- Wenn man unmittelbar nach dem Ladevorgang bei Kälte und hoher Luftfeuchtigkeit startet, wird die ICCU weiter gekühlt und zieht kalte, feuchte Luft aus der Umgebung ins ICCU-Gehäuse.
- Wenn dann dank Kühlung die Lufttemperatur unter den Taupunkt fällt, kann sich Wasser im Inneren der ICCU an den Bauteilen niederschlagen (Kondensation).
- Hat man Pech, dann geschieht Kondensation an den Anschlüsssen der Leistungstransistoren in der ICCU, was zum sofortigen Tod der Bauteile führen kann.
Zusammenfassung der Risikobedingungen:
- AC-Laden
- Fahrzeug-Start kurzfristig nach Ende des Ladevorgangs
- Kalte, feuchte Umgebungsbedingungen beim Start.
Ich habe mir vorsichtshalber einen konventionellen Luftentfeuchter in den Fußraum zwischen erster und zweiter Sitzreihe gestellt - also ein Gehäuse mit Luftöffnungen , in dem ein Beutel Salz liegt. Nimmt das Salz Feuchtigkeit jenseits seines Aufnahmevermögens auf, so bildet sich im Auffangbecken des Gehäuses Salzwasser, das man regelmäßig ausschütten muss.
Ich parke meinen Wagen in einer kühlen, aber trockenen Tiefgarage. Alle 2 Tage entleere ich den Luftentfeuchter. Dabei fallen nach einer Anfangsperiode regelmäßig ca. 100 ml Salzwasser an. Bei normalem, eher trockenem Frühlingswetter! Nach ca. 3 Monaten Einsatz ist ca. die Hälfte des Salzes verbraucht, d.h. ich muss in ca. 3 Monaten ein neues Säckchen Salz einlegen.
Es gibt also durchaus nennenswerte Feuchtigkeit im Fahrzeug-Innenraum. Kommen die oben genannten Risikobedingungen dazu, lohnen sich m.E. die genannten Vorsichtsmaßnahmen.