Beiträge von Andrei

    Für unseren Fiat 500e habe ich vor kurzem 120,- für ein Jahr bezahlt, um folgende Funktionen zu haben:

    - Live-Traffic

    - Live-Status von Ladesäulen

    - App-Zugriff auf Remote-Funktionen (Vorklimatisierung)

    - Kartenupdate


    Ich kenne aber viele, die das Geld nicht zahlen würden.

    Und bei Kia haben wir 7 Jahre lang keine Zusatzkosten für solche Dienste. Ist auch eine fast vierstellige Summe wert.

    BitBender


    Die automatische Batterievorkonditionierung wurde von Kia zum Verkaufsbeginn versprochen und daher hat Kia selbst kein Geld dafür verlangt.


    Ich hatte dafür 70,- bei einem fremden Händler bezahlt. Einige andere sollten um 200,- an deren Händler zahlen sollen. Ob sie es auch gemacht haben?


    Ich kenne viele Nutzerstimmen aus verschiedenen Foren, die empört sind, für schnöde Navi-Updates 150-200,- /Jahr zu bezahlen. Und sie tun es auch nicht, obwohl man das Navi eventuell jeden Tag nutzt.


    Daher denke ich ich persönlich, dass das Business Case mit Bezahlung der neuen Funktionen sehr fraglich ist. Die meisten Leute würden es sich 10 Mal überlegen...

    Zitat

    Man möchte hiermit nicht die alten Kunden vergraulen. Man möchte halt kein Geld ohne business case ausgeben.

    Der "business case".... ist Kundenbindung. Das verstehen nur zu viele Konzerne nicht.


    Es wird immer wieder gesagt "softwaredefiniertes Auto"... Das würde bedeuten, dass jedes altes Auto per Softwareupdate auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden kann und wird.

    Dann gäbe es nur zwei Wege:

    - Der OEM geht pleite, weil er "keine" neuen Autos verkaufen würde. Die alten Autos wären doch vom Funktionsumfang mit den neuen ebenbürtig...

    - Der OEM stellt sein Geschäftmodell um, von einem Autohersteller auf Softwarehersteller mit einer ABO-Zwsngsbindung der Kunden. Dann wäre natürlich die kontinuierliche Softwarepflege sichergestellt.


    Bitte nicht falsch verstehen, ich wäre auch sehr erfreut, wenn Kia immer wieder neue Funktionen entwickeln und in die "alten" Autos einspielen würde. Aber ich bin Realist genug, um zu wissen, dass es im Kapitalismus nicht ohne Geld funktioniert.

    Zitat von Maddeen

    Und das wegen Sachen, die mit minimalen Einsatz behoben werden könnten.

    Ich denke, dass du nicht aus dem Automobilbereich kommst.

    Der minimale Einsatz mag für eine kleine/mittlere Softwarefirma stimmen, wenn es z.B. irgendeine Software für z.B. Druckeransteuerung wäre.


    Im Automotivesektor kostet auch eine kleine Softwareänderung ziemlich viel Geld, sechs- bis siebenstellig. Man muss die Software testen, Fahrzeuge mit dieser Software in allen möglichen Umgebungen (kalt wie warm) testen, freigeben, Fusi, FMEA etc. befriedigen etc. Die damit beauftragten Leute arbeiten nicht für Hungerlohn. Usw...


    Deswegen ist es bei allen OEM's (ausser vielleicht Tesla) so, dass für die bereits ausentwickelten Autos keine neuen Funktionen entwickelt werden, sondern nur bug fuxing gemacht wird. Ausser, diese Funktionen wurden bereits versprochen.


    Man möchte hiermit nicht die alten Kunden vergraulen. Man möchte halt kein Geld ohne business case ausgeben.