Achsvermessung Neuwagen

  • Die Vermessungssysteme in freien Werkstätten werden auch nicht immer mit neuen Daten versorgt - kostet immer Geld das aufspielen der Datensätze. Entsprechend ist auch nicht überall ein neues Modell möglich oder es wird gerne "improvisiert". Unbedingt die Daten vorher | nachher ausdrucken lassen und schauen ob auf dem Protokoll auch der EV6 vermerkt ist.

  • Ich hatte damals bei drei Werkstätten angefragt.

    Zwei von Ihnen hatten horrende Preise aufgerufen, da angeblich der Spurhalteassistent nach den neu einstellen der Spur "kalibriert" werden muss.

    Komisch war, dass ich keine Antwort auf die Frage bekommen habe, warum das System eine verstellte Spur nach Bordstein-Rempler nicht erkennt und sich automatisch deaktiviert.

    Die dritte hat den leichten "Versatz" wieder korrigiert.
    Bisher sind die Reifen gleichmäßig abgelaufen und die Spur wird auch nicht schlechter gehalten als davor (leichtes links rechts pendeln hatte er schon immer).

  • WA_1773087922624.jpegIch hab meinen GTLine AWD Facelift heute mit gut 2TKM vermessen lassen. Er zog von Anfang an nach rechts und auch das Lenkrad stand leicht nach rechts.

    Nun ist das deutlich besser.

    Ich habe das bewusst bei einem erfahrenen Fahrwerksprofi machen lassen für rund 170 Euro. Den Leuten in den Markenwerkstätten fehlt da oft die Ruhe und Beharrlichkeit fürs Detail.


    Zusätzlich wurden auch Scheinwerfer richtig eingestellt, der Linke war stark nach links und unten verstellt.

    Das Messprotokoll ist dafür aber grausig. Mal stehen die Angaben in Grad und Minuten und an anderen Stellen als Dezimalzahl ohne Einheit. Nachlauf und andere Werte fehlen zudem gänzlich.

  • Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass das Protokoll einfach nur per Hand geschrieben wurde.

    Es ist technisch kaum möglich, den Wagen an beiden Achsen auf die Minute genau einzustellen.

    Dazu noch wie hier angemerkt der Wechsel zwischen Winkelminuten und Dezimalzahlen.

    Nachlauf, Spreizung und Spurdifferenzwinkel fehlen (aus diesem Grund) komplett.


    Bzgl. Kalibrierung der Kameras etc.:

    Das muss genaugenommen tatsächlich bei jeder Achsvermessung gemacht werden.

    Grund dafür ist, dass sich mit jeder neuen Achseinstellung auch die Fahrzeugmittelachse verändert und somit die Front in eine minimal andere Richtung schaut.

    Meist sind die Veränderungen aber so minimal, dass man auch ohne Kalibrierung beim Fahren nichts merkt.

  • Ja es wurde von Hand eingetragen. Die fehlenden Werte sind bei einem unfallfreien Neuwagen eher vernachlässigbar.

    Ja, aber von Hand kann man ja alles Mögliche reinschreiben. ;)


    Nachlauf, Spurdifferenzwinkel usw. müssen auch nicht zwangsläufig passen.
    Wenn z.B. die Achsbrücke schief montiert ist (kommt ab Werk immer wieder mal vor), stimmt z.B. der Nachlauf links/rechts nicht mehr usw.

  • Ich vertraue dem Mann, da er seit Jahren gute Freunde von mir mit deutlich höheren Ansprüchen zufrieden stellt.

    Der Wagen fährt nun geradeaus und liegt viel stabiler in den Kurven. Für mich wichtiger als die Angaben auf dem Zettel.


    Wichtig ist mMn, dass jeder Neuwagen nachgemessen werden sollte, da die Spreizung ab Werk zu groß ist.

  • Bzgl. Kalibrierung der Kameras etc.:

    Das muss genaugenommen tatsächlich bei jeder Achsvermessung gemacht werden.

    Grund dafür ist, dass sich mit jeder neuen Achseinstellung auch die Fahrzeugmittelachse verändert und somit die Front in eine minimal andere Richtung schaut.

    Meist sind die Veränderungen aber so minimal, dass man auch ohne Kalibrierung beim Fahren nichts merkt.

    Finde ich übertrieben, da ein intelligenter Mechaniker nicht beide Räder einstellt wenn ich "nur rechts" an den Bordstein gekommen bin.
    Die Mitte der Lenkung nach der Spurvermessung ist die gleiche wie davor. Nämlich der Mittelpunkt aus voller Lenkradeinschlag links und voller Lenkradeinschlag nach rechts (= die Mitte des Lenkgetriebes).

    Die Spur links und rechts anzupassen und dann das Lenkrad grade Stellen ist nicht gut, da die Servolenkung dann immer gegen das Gardeausfahren arbeitet.
    Habe ich Leidvoll in meine Alfa Rome mit 1.5° negativem Sturz erfahren müssen. Die Polizei hält eine bei so nem Murks definitiv an, wenn Spurrinnen sind und man von einer zur anderen "kurvt".

  • Also es wird grundsätzlich alles geprüft und vermessen da es miteinander arbeitet und die Spur zu bilden ... und führend für die Spur ist zudem die Hinterachse 😀


    Die Hinterachse bestimmt also die Fahrrichtung, während die Vorderachse lenkt. Sie stabilisiert das Fahrzeug, besonders in Kurven, indem die Räder idealerweise eine leichte Vorspur (Räder zeigen vorne leicht zueinander) aufweisen 😉