Viel einfacher ist es, das Auto bei den (noch) kalten Temperaturen auszutrocknen. Hatte ich schon mal irgendwo hier geschrieben, ist ein Trick aus Verbrennertagen ohne Klimaanlage:
1. Autoinnenraum schön aufwärmen. Dadurch verdunstet das Wasser und wird von der warmen Luft aufgenommen.
2. Alle Fenster auf und die warme Luft nach draußen lassen, ordentlich mit kalter Luft von draußen ersetzen (nicht nur n bissel durchpusten !). Letztere ist kalt und kann nicht annähernd so viel Wasser aufnehmen, wie die warme Luft. Sie ist also deutlich trockener.
3. Wieder wie 1. Mehr Wasser verdunstet aus Fußmatten, Teppichen, Polstern und wird wieder aufgenommen
4. Wie 2.
Das ganze kann man ruhig mehrfach wiederholen. Je kälter die Luft draußen, desto besser.
Die Feuchtigkeit ist kein schwappendes Wasser, wie man vielleicht denken mag. Der größte "Wasser-Einträger" ist man selbst durch seine Atemluft, die sehr viel Wasser enthält. Jetzt im Winter schleppt man jede Menge Schnee mit ins Auto (besonders manche Damen sind völlig merkbefreit und klopfen die Stiefel mit extra-Grip-Profil nicht ab vorm Einsteigen und schwupp - halber Liter Wasser im Teppich), auch der Matsch ist ordentlich wasserbelastet. All das verdunstet und wird von den Teppichen, Bezügen, Polstern, dem Schaumstoff in den Sitzen und sonstwo aufgenommen.
Wenn all das nichts hilft und das Problem sogar noch größer wird, könnte der Wärmetauscher im Fahrzeuginneren undicht sein. Das müsste aber durch einen auffällig hohen Kühlwasserverlust auffallen und ist eher selten.
Übrigens: Die Entfeuchterpäckchen sind super, habe ich selbst im Auto. Man darf nur nicht vergessen, sie ab und an mal auf der Wohnungsheizung zu trocknen - sie können nicht unbegrenzt Wasser aufnehmen 😉