Beiträge von Andrei

    Die Frage nach dem richtigen Reifen ist für viele eine Glaubensfrage, da kann man endlos streiten. Immer daran denken, wer im Sommer oder Winter mit der falschen Bereifung einen Unfall baut, trägt die Konsequenzen. Da ist mal ganz schnell das eigene Häuschen weg. Was die meisten nämlich nicht bedenken ist die Tatsache, dass die Haftpflicht sich bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz beim Versicherungsnehmer schadlos halten kann. Jemand wie Andrei kann da mit seiner Ansicht ganz böse auf der Nase landen. Zu Bedauern sind dann nur die unschuldigen Opfer.

    Kannst du noch mehr Blödsinn erzählen?

    Ansonsten mal zum Mitschreiben:


    1) es gibt in Deutschland keine kalendarische Winterreifenpflicht. Genauso wenig wie Sommerreifenpflicht.


    2) es gibt situative Pflicht zu geeigneter Bereifung. Heisst übersetzt: liegt momentan Schnee/Eis hier und jetzt auf der Straße und du fährst, musst du Winterreifen oder GJR fahren. Ansonsten nicht. Auch wenn in einem Kilometer vielleicht die Straße einen Meter Schnee aufweist. Aber du fährst ja nicht da, sondern hier auf einer schneefreien Straße.


    3) Fahren mit Winterreifen im Sommer ist übrigens ziemlich fahrlässig (wenn nicht grob), denn es ist allgemein bekannt, dass der Winterreifen bei Sommertemperaturen einen sehr viel längeren Bremsweg hat. Aus Tempo 100 km/h bis zu 16 m länger! Und trotzdem finden sich Idioten, die das tun. Da müsste man sie an die Pflicht zu geeigneter Bereifung erinnern.


    4) eine ungeeignete Bereifung entscheidet nicht automatisch die Schuldfrage bei einem Unfall. Erst wenn zweifelsfrei nachgewiesen wird, dass mit anderer Bereifung der Unfall vermieden werden könnte, dann könnte eine Mitschuld winken.


    Und noch eins: bei vielen ist Reifenthema tatsächlich Glaubensfrage. Bei mir echt nicht, ich bin Ing. und treffe meine Entscheidungen auf Basis von Wissen und Testergebnissen.

    Es geht ja nicht um die 7°-Grenze (die aus dem Zitat von Michelin stammt), sondern darum, dass Sommerreifen im Sommer und Winterreifen im Winter in ihren "Disziplinen" jeweils besser sind als Ganzjahresreifen. Das ist der Grund, warum ich bei meinem GT im Frühling und Herbst die Reifen/Räder wechsele. Aber noch einmal: Wer gerne GJR fährt, ist ja frei in seiner Entscheidung – nicht mein Beritt...

    In welchen Disziplinen ist ein Winterreifen besser? Das sind Schnee, Schneematch und bedingt Eis.


    Aber genau um dieses Glauben an die +7°C geht es. Fakt ist, dass es viele Testergebnisse gibt, die beweisen, dass ein Sommerreifen (kein Sportreifen) auch bei 0°C oder leicht darunter auf dem Asphalt besser als ein Winterreifen bremst. Die +7°C hat die Reifenindustrie vor vielen Jahrzehnten "erfunden", was sich in den Köpfen festgesetzt hat.

    Das ist die Physik, weil beim Abstützen des Reifens im Asphalt die weichen Lamellen eines Winterreifens kontraproduktiv sind.

    Wo diese Lamellen gut funktionieren, ist der Schnee oder Schneematch.

    Wenn man öfters auf solchen Straßen unterwegs ist, dann sind sicherlich die Winterreifen dringend anzuraten.

    Und die serienmässigen Sommerreifen des EV6 GT sollte man bei unter +10°C auch nicht fahren, weil es sich um "extreme" Sportreifen handelt, die dann ganz schlechten Grip aufweisen. Dann ist ein Winterreifen in der Tat besser als PS4s von Michelin 😇


    Da wir auf unseren Autos (4×) keine Sportreifen und im Winter so gut wie nie Schnee haben, fahren wir aus oben genannten Gründen ganzjährig Sommerreifen wegen besserer Performance als Winterreifen. Und sollte es ein Tag mit Schnee geben, dann kann man an diesem Tag auch Öffis nutzen (noch nicht vorgekommen).

    Nein, ich fahre ganzjährig Sommerreifen.

    Ich wollte nur verdeutlichen, dass die Marketingtexte mit größter Vorsicht zu lesen sind.

    Winter ist nicht gleich Winter und der echte Winterreifen wurde wirklich für den Schneebetrieb entwickelt und optimiert, nicht für Asphalt.