In Bezug auf die Extra-Nutzung öffentlicher Ladesäulen zur Einspeisung von Batteriestrom bin ich eher skeptisch:
Vor meinem Mietshaus stehen zwei 22kW Ladesäulen der lokalen Stadtwerke; die machen damit satte Gewinne, obwohl ihre kWh-Preise dank ihrer Quasi-Monopolstellung bei AC-Säulen im Stadtgebiet höher liegen als viele der günstigen HPC-Lader im Umkreis.
Warum sollten diese Stadtwerke Einschränkungen Ihrer aktiven Lade-Auslastung durch Autos im Rückspeisemodus akzeptieren, zumal ein solcher Rückspeisebetrieb auch noch Investitionen in Form modifizierter Stromzähler und Abrechnungssoftware erfordern würde?
So wünschenswert die Nutzung von E-Auto Batterien zus Stabilisierung lokaler Stromnetze ist, so unklar erscheint mir das dafür nötige regulatorische und Hardware-Umfeld zu sein.
Am ehesten kann ich mir noch vorstellen, dass z.B. in Tiefgaragen großer Mietshäuser bidirektional arbeitende Wallboxen eingerichtet werden. Dafür allerdings müssten ebenfalls neue Regularien erstellt werden, so dass Mieter die Einrichtung solcher Wallboxen verlangen können. Damit sich das auch kurzfristig rentiert, müssten solche WB und zugehörige Installationskosten (z.B. zusätzliche Starkstromanschlüsse plus intelligente Zähler) mindestens in der Anfangsphase subventioniert werden.
Ob das angesichts klammer öffentlicher Kassen jemals kommt, wage ich zu bezweifeln.