Beiträge von Tarnari
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Da es ja bereits des öfteren zu wenig Transparenz bei der Abwicklung von Kia Garantieleistung gekommen ist hier einige grundsätzliche Details (keine Rechtsberatung - nur allgemeine Fakten):
Grundsatz:
Auch wenn die vorhandene Kia Herstellergarantie eine freiwillige Leistung ist (§ 443 BGB), ist der Hersteller bei der Abwicklung zur Transparenz verpflichtet. Er darf Garantieleistungen nicht inhaltlich „im Verborgenen“ durchführen.
Scheint aber gerne gemacht zu werden. Gründe hierzu kann sich jeder welche "ausdenken".
1. Rechtlicher Hintergrund
§ 443 BGB (Garantie)
Garantiebedingungen müssen klar, verständlich und überprüfbar sein. Dazu gehört auch, dass der Kunde nachvollziehen kann, was konkret am Fahrzeug gemacht wurde.
§ 241 Abs. 2 BGB (Nebenpflichten)
Aus dem Garantieverhältnis ergibt sich auch eine Auskunfts- und Informationspflicht gegenüber dem Kunden.
§ 242 BGB (Treu und Glauben)
Eine Reparatur ohne Offenlegung der durchgeführten Maßnahmen ist unzulässig intransparent.
EU-Verbraucherrecht (RL 2019/771)
Verbraucher haben immer Anspruch auf nachvollziehbare Informationen über Abhilfemaßnahmen.
2. Was offengelegt werden muss
Kia bzw. die Kia Vertragswerkstatt muss mindestens mitteilen:
welche Bauteile ersetzt oder verändert wurden, ob Software-Updates durchgeführt wurden,
ob Funktion, Sicherheit, Haltbarkeit oder Nutzung beeinflusst wurden.
Eine vollständige Offenlegung interner Entwicklungsdetails schuldet er nicht, wohl aber eine konkrete Dokumentation der Arbeiten am Fahrzeug! Ist ja auch irgendwie logisch. Er darf nicht "im dunkle" am fremden Eigentum irgendetwas "zaubern".
3. Wenn der Hersteller die Offenlegung verweigert
Für den Hersteller ergibt das also eine Verletzung vertraglicher Nebenpflichten...
Risiko des Garantie- bzw. Leistungsverlusts
Erschwerte Beweisführung bei späteren Mängeln
Mögliches aufsichtsrechtliches Risiko (bei sicherheitsrelevanten Änderungen)
Für uns als Kunden bedeutet das:
Beweislastvorteil bei späteren Schäden oder Folgemängeln
Möglichkeit, weitere Garantieleistungen oder Gewährleistungsrechte geltend zu machen
Anspruch auf nachträgliche Auskunft oder Dokumentation
Grundlage für Schadensersatz- oder Rücktrittsrechte, wenn Nachteile entstehen
4. Zentrale Konsequenz im Fall des ICCU Tauschs:
Verweigert Kia die Offenlegung, handelt er rechtlich zu seinem eigenen Nachteil. Im Streitfall wird regelmäßig zu Gunsten des Kunden unterstellt, dass:
Änderungen erfolgt sind,
diese relevant waren,
und der Kunde ohne Kenntnis hierüber nicht ordnungsgemäß informiert wurde.
Quintessenz auch zu diesem Fall:
Kia darf im Garantiefall reparieren, aber nicht schweigen – Transparenz über die vorgenommenen Änderungen am Fahrzeug ist rechtlich geschuldet und schützt am Ende nicht den Kia, sondern uns als Kunden.
Man könnte also im Nachgang schriftlich dazu auffordern Auskunft zu geben. Das ist aus meiner Sicht auch wichtig beim Thema spätere Verwertung des EV6 bei einem Verkauf. Wenn man dem Kaufinteressenten auf Rückfrage da irgendwas erzählt, es wäre was gemacht worden, aber was konkret hätte man (nie) offenbart von der Werkstatt. Da würde ich persönlich die Finger vom Auto lassen 😉
Sind deine Aussagen Zitate, eigene Worte, oder KI?
Für mich klingt das eher nach Gewährleistung und nicht Garantie.
Bezüglich Garantie (nicht Gewährleistung) gibt es einige interessante Urteile, welche den Verbraucher nicht besser stellten.
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Bla bla bla…
Update 2 und Abschluss. (Oder nicht…?):
Nachdem ich gestern den Opel-Popel bei Sixt abgeben musste, waren wir erst mal ohne Auto.
Wir konnten dann auf ein Angebot von schwiegermama zurückgreifen und heute sollten wir ihren 15-Jahre-alten Golf für die nächsten Tage erhalten.
Just als ich mit Schwiegerpapa unterwegs war, um den Wagen zu holen, klingelte das Telefon.
Der Händler: Das Auto ist fertig.
Also nicht zu den Schwiegereltern nach Hause, sondern ab zum Händler und Wagen inkl. neuer ICCU und Updates abgeholt.
Mein Schwiegerpapa ist übrigens seit der Story leider nicht mehr überzeugt, dass ein E-Auto eine feine Sache ist. Egal.
Es ging somit am Ende erstaunlich schnell und das trotz Sylvester und direktem Wochenende.
Der Händler hat glaub alles getan.
KIA könnte einige Dinge anders handlen.
Es ist schade, dass die Mobilitätsgarantie nur sechs Tage greift.
„Nur“ insofern als das es sich hierbei offenbar um Kalendertage handelt. Es interessiert KIA nicht, dass dem Händler von diesen sechs Tagen aufgrund von Sylvester und Wochenende nur zwei Tage blieben, um das Problem zu beseitigen.
Pech halt.
Ebenso schade finde ich, dass die 12V-Batterie nicht getauscht wurde, die so tot war wie man nur tot sein kann. Nach ICCU-Tausch und Laden und allem hat sie aber keine Auffälligkeiten gezeigt. Und da zwei Jahre Gewährleistung vorbei konnte der Händler nichts machen.
Haben wir hier ja auch schon öfters gelesen.
Auch wurde mir kein Bericht übergeben, was alles getan wurde. Einen ICCU-Tausch habe ich nicht dokumentiert. Dies ist laut Händler bei Garantiearbeiten nicht gestattet.
Fazit: dem Händler unterstelle ich, dass er in meinem Sinne das „Best“-mögliche getan hat.
Wissen tue ich es aber nicht.
KIA hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Die schnelle problemlose Möglichkeit, einen Ersatzwagen zu erhalten fand ich klasse.
Der anschließende Umgang mit den kalenderbedingten Verzögerung war… schade.
Alles andere, ausbaufähig.
Alles in allem bin ich froh, dass es vor unser Haustür passierte. Wenn ich mir aber vorstelle, ich bin gerade am anderen Ende von Deutschland…
Was mit der 12-V Batterie ist? Keinen Plan.
Vermutlich muss ich die auf unsere Kosten tauschen.
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Egal, das bitte für vier bis sechs Personen, Reichweite 1000km ohne Zwischenladen und inklusive Pferdeanhänger und Wohnmobil, Achja und bitte täglich!!!!111elf!!
Ganz wichtig: innerhalb 5 Minuten!
Ohne das geht E-Mobilität nicht.
Hat mein bester Freund gesagt.
Ich habe die Pflegekraft vergessen, die elektrisch nicht agieren kann.
Sorry.
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Egal, das bitte für vier bis sechs Personen, Reichweite 1000km ohne Zwischenladen und inklusive Pferdeanhänger und Wohnmobil, Achja und bitte täglich!!!!111elf!!
Ganz wichtig: innerhalb 5 Minuten!
Ohne das geht E-Mobilität nicht.
Hat mein bester Freund gesagt.
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Pacoloco das heißt, Du siehst einen Anspruch? Wenn ja, woran machst du das fest? Ist es ein moralischer Anspruch, oder kannst Du Du etwas aus den AGB heranziehen?
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michael530 ja, denke ich mir auch.
Aber ich sehe das doch richtig, dass ich faktisch keinen Anspruch mehr habe nach den sechs Tagen, oder? Sprich danach ist per AGB alles Kulanz oder Glück, richtig?