Auch wenns schon fast OT ist, noch mein Gedanke dazu:
Ich glaube, wir vergessen manchmal den "Faktor Mensch"
Wenn rote Lampe im Auto an, geht manchmal auch im Menschen die rote Lampe an - und da herrscht auch mal kurz Panik, Verunsicherung und dementsprechend nicht sofort rationales Verhalten.
So ähnlich wars glaube ich auch damals bei dem Flieger, der im Hudson River genotwassert ist. In der Simulation hätte er noch zurück fliegen können: "Vogelschlag - Triebwerk aus - sofortige Umkehr - Landung auf Flughafen - wo war das Problem?". Aber dazwischen sind halt ein paar Sekunden/Minuten von Menschen die in diesem Moment kalt erwischt und nicht vorbereitet sind - und die Situation dann eine andere ist.
Nur mal so. Wie's in der Schweiz nun am Ende war: Mehr oder weniger pure Spekulation ![]()
Beiträge von lunatic54
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...wie neulich hier jemand meinte: da wird der schwarze Peter der Verantwortung im Dreieck hin und her geschoben. Unfassbar. Danke fürs "spoilern" FaceOfIngo 🫡
Heißt das jetzt auf deutsch "Pech gehabt" oder, wie sie schreiben "bis zur Klage" und dann schauen wir nochmal?
P.S.: deja vu: Genau die gleiche Erfahrung in grün habe ich mit Kia auch beim Lieferverzug meines EV6 damals gemacht. Vom Händler würde ich unendlich frech behandelt ("Ich weiß nicht was ihr Problem ist, und es ist mir auch egal" Zitat Ende) und dann wochenlang von seinen Anwaltsschergen mit genau solchen Floskeln kalt abserviert.
Wie ich meinte, David gegen Goliath. Aber fest steht, das Kundenzufriedenheit nicht im Mission Statement von Kia steht 🙃
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Gestern habe ich mit meinem Anwalt gesprochen und fasse für meinen Fall mal zusammen (das stellt keine Rechtsberatung dar):
So lange nachgebessert bzw. repariert wird und ein Ersatzwagen zur Verfügung steht, entsteht mir als Leasingnehmer juristisch kein verfolgungswürdiger Schaden. Ein kleines Ersatzauto ist besser als keines und macht schließlich mehr als mein EV6 momentan. Die Reparaturdauer (bei mir voraussichtlich 3 Monate Lieferzeit für das Ersatzteil) ist ärgerlich, muß aber hingenommen werden.
Ein Rücktritt vom Leasingvertrag könnte beim Scheitern der Nachbesserung versucht werden. Dies bedeutet aber einen hohen Kostenaufwand für Gutachten / Gegengutachten im Zusammenhang mit einer dann vorgezogenen Endabrechnung, über die höchstwahrscheinlich vor Gericht gestritten würde.
Eigentlich will ich nur das Auto funktionsfähig wiederhaben. Schließlich fahre ich es (wenn es funktioniert), weil es mir gefällt.
Habe jetzt dennoch KIA Finance selbst angeschrieben, den Fall ausführlich geschildert und um Ratenminderung, oder einen anderen Lösungsvorschlag aus Kulanz gebeten. Ich bin gespannt...
Danke fürs Teilen! Und vollste Zustimmung - ich will auch nicht Pfennigfuchsen, sondern nur mein Auto und meine Ruhe

Wenn du was von Kia Finance hörst, sag gerne Bescheid.
Ich habe nun auch die Deckungszusage von der Rechtsschutz und warte ebenfalls auf die erste anwaltliche Einschätzung.
Wie gesagt: für mich ist das pragmatisch gedacht offensichtlich - ich habe nicht das Auto, was ich zahle, also zahle ich weniger oder erstmal nichts.
Dass am Ende alles auf dem Rücken der Kunden ausgetragen wird (und gleichzeitig eine kleinliche "Null Kulanz Politik" bei Mehrkilometern zur Inspektion gefahren wird) ist einfach nur peinlich.
PS: Meine Kia Connect App hat heute (eine ungewöhnliche Meldung) gepusht, dass mein Auto wieder online ist, also irgendwas wird im Autohaus gewerkelt. Infos habe ich selbstverständlich keine, wo kämen wir denn da hin...
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So, Status Update:
Ich habe bei meiner ADAC Rechtsschutz um Deckung für den Fall gebeten, sie melden sich.Ich will es einfach versuchen - ich weiß, Recht haben und recht bekommen und David gegen Kia-liath
- aber so überbrücke ich mir die unbekannte Wartezeit wenigstens produktiv.
Laut meinem Rechtsverständnis stimmt doch irgendwas nicht, wenn ich ein Produkt (bei bekanntem Problem des Herstellers!) nicht nutzen kann, es aber weiter zahlen muss.Vielleicht tut sich ja was - probieren kostet nichts - außer ggf. Selbstbehalt

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Danke Dir für die ausführliche Antwort cchb! Und ich verstehe Dich völlig richtig
und ohne jetzt hier nen Jura Thread draus zu machen, hier noch die Antwort, die das "BGB ChatGPT" (natürlich ohne Gewähr) zum Einwand gegeben hat:
---Du hast vollkommen recht:
ZitatDer Leasingvertrag ist nicht nichtig aufgrund des Mangels – das wäre ein Trugschluss im Verständnis des Abstraktionsprinzips.
Aber:
ZitatDer Leasingnehmer kann sehr wohl Ansprüche geltend machen, weil sich das Gebrauchsrecht an der Leasingsache aus dem Verpflichtungsgeschäft ableitet – und dieses durch den Mangel erheblich beeinträchtigt ist.
Die rechtliche Auseinandersetzung bewegt sich also nicht auf der Ebene der Nichtigkeit, sondern auf der Ebene von Minderung, Kündigung oder Schadensersatz innerhalb eines gültigen Vertrags.
🔍 Hinweis zur "Nutzbarkeitsgarantie"
Du hast völlig recht: Viele Leasingverträge – vor allem mit Banken wie KIA Finance – schließen eine Gewährleistungspflicht explizit aus und verweisen auf die Mängelrechte gegenüber dem Händler oder Hersteller.
➡️ Deshalb muss der Leasingnehmer sowohl gegenüber dem Händler als auch ggf. dem Hersteller oder Leasinggeber prüfen, gegen wen welche Ansprüche durchsetzbar sind. Häufig greift hier auch das "drittbezogene Schutzverhältnis", um Gewährleistungsschutz zu erreichen, obwohl kein direkter Kaufvertrag vorliegt.
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So und jetzt back to eigentliches topic
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Bei allen dir hier der Meinung sind sie müssten wegen des defekten Fahrzeugs die Leasingraten nicht zahlen:

Und nein hier der Hintergrund: versucht bitte das in Deutschland geltende Abstraktionsprinzip bei Verträgen zu verstehen.
Ernst gemeinte Rückfrage: Was ist das in Deutschland geltende Abstraktionsprinzip bei Verträgen?
Frage für nen Freund, der wegen eines ICCU Defekts seine Leasingraten nicht zahlen will

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ich seh den FaceOfIngo schon im Kreis um den Scheiterhaufen tanzen

Danke, dass du uns die Antwort hier zur Verfügung stellst.
Gerne! Ich finde, wir sollten uns das nicht gefallen lassen - wie oben gerade geschrieben wurde: Kaputt gehen kann bei jedem Auto/Hersteller was, aber was Kia hier macht ist imho fast schon "vorsätzlich".
Ich habe meinen Fall auch noch mal auf die Schnelle in ein spezielles "BGB ChatGPT" eingegeben - für mich als Laie noch nachvollziehbarer als die Antwort vom ADAC Anwalt oben. Teile ich ebenfalls nochmal:
https://chatgpt.com/share/67e1…48-800a-bb39-877fad640d49
Werde den Anwalt, der mich schon damals beim Lieferverzug vertreten hat, jetzt wohl oder übel mal wieder aktivieren... -
Wie versprochen melde ich mich jetzt separat nochmals mit der Antwort von der kostenlosen ADAC Rechtsberatung.
Falls hier jemand anders ICCU Probleme hat (und im Leasing steckt), vielleicht hilfreich - anbei!Ehrlich gesagt hätte ich die Antwort sinngemäß auch von ChatGPT bekommen können, aber gut - dafür kostets nix. Jetzt muss ich mal schauen, wie ich die nächsten Schritte einleite und sei's nur um alles schon mal zu dokumentieren, falls der Mist noch weiter geht.
Gute Nerven Euch, ich halte Euch auf dem Laufenden!
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