Wenn die Schnelligkeit der Entladung eine Auswirkung auf die Nominalspannung hat, bedeutet das, dass auch bei unterschiedlicher Ladeleistung die in der Batterie speicherbare Energiemenge unterschiedlich ist?
Sprich, wenn ich von 10-80% SOC mit 195kW Durchschnittsladeleistung laut Säule 51,4kWh in die Traktionsbatterie mit daraus resultierenden 3,8C lade sind nach der Ladung nicht unbedingt 51,4kWh wieder aus der Batterie entnehmbar, selbst wenn wir alle Ladeverluste usw. weglassen?
Das würde dann also bedeuten, dass wenn ich mit z.B. nur 51,4kW Ladeleistung und 1 C lade, dann mehr Energie aus der Batterie entnehmen kann, weil mehr in sie geladen werden konnten?
Voraussetzung ist natürlich, dass die Entnahme der Energie unter gleichen Bedingungen erfolgt, also z.B. im Leerlauf bei 20 Grad in der Halle.
Oder habe ich einen Denkfehler gemacht?
Das müßte tatsächlich so sein.
Die speicherbare Energiemenge, die dir später zur Verfügung hast, könnte allerdings auch gleich bleiben, dafür müßte die Energiemenge größer werden, die du hinein steckst.
Da bräuchten wir jetzt ein Profi, der viel unterwegs ist und häufig an Schnellladern lädt. ![]()
Derjenige könnte zum Vergleich einmal mit 200kW und einmal mit 50kW von 10 auf 80% laden und dann vergleichen, ob der Ladesäulenbetreiber in beiden Fällen die gleiche Menge an kWh berechnet oder ob es beim Schnelllader mehr sind.
Du weißt ja selbst aus leidvoller Erfahrung, daß sich der Akku beim Schnellladen stark erwärmt. Die zugeführte Energie, die in Wärme umgewandelt wurde, steht später nicht mehr für den Antrieb zur Verfügung und ist somit Verlustleistung.