EU Dataact

  • Autohersteller ignorieren das Gesetz

    Ein besonders relevantes Beispiel ist der Ladezustand von Elektrofahrzeugen. Diese Information ist entscheidend für intelligentes Laden, Einbindung ins Smart Home und effiziente Energienutzung.

    Doch die Realität sieht anders aus:

    Derzeit ist BMW der einzige große Hersteller, der Fahrzeugdaten über sein CarData-Portal für Endkunden zugänglich macht. Andere Hersteller lehnen entsprechende Anfragen ab oder verweigern den Zugriff komplett – obwohl sie gesetzlich dazu verpflichtet wären.

    Was wir fordern:

    1. Die Bundesnetzagentur muss als zuständige Aufsichtsbehörde aktiv werden und die Einhaltung des EU Data Acts bei Autoherstellern überprüfen und durchsetzen.
    2. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung muss klare Leitlinien veröffentlichen, die Herstellern keine Schlupflöcher lassen.
    3. Die EU-Kommission muss Vertragsverletzungsverfahren einleiten, wenn Hersteller systematisch gegen den Data Act verstoßen.
    4. Verbindliche technische Mindeststandards für den Datenzugang: Jeder Hersteller muss eine dokumentierte REST-API bereitstellen, die folgende Anforderungen erfüllt:
      • Abfragerate: Mindestens 12 Abfragen pro Stunde (alle 5 Minuten) pro Fahrzeug, um eine sinnvolle Echtzeitnutzung zu ermöglichen
      • Authentifizierung: Standardisiertes OAuth 2.0-Verfahren, das Endkunden selbst nutzen können – ohne Umweg über Drittanbieter oder kostenpflichtige Partnerprogramme
      • Dokumentation: Vollständige, öffentlich zugängliche API-Dokumentation mit Beschreibung aller verfügbaren Datenpunkte
      • Mindestdatenpunkte für Elektrofahrzeuge:
      • Aktueller Ladezustand (State of Charge in %)
      • Ladevorgang aktiv (ja/nein)
      • Aktuelle Ladeleistung (kW)
      • Verbleibende Reichweite (km)
      • Fahrzeugposition
      • Klimatisierungsstatus
    5. Verfügbarkeit: API-Uptime von mindestens 99 % monatlich
    6. Kosten: Der Basiszugang zu eigenen Fahrzeugdaten muss kostenlos sein

    Warum das wichtig ist:

    Unsere Fahrzeuge sammeln ständig Daten – über Batteriezustand, Fahrverhalten, Standort und mehr. Diese Daten gehören uns, nicht den Herstellern. Der EU Data Act sollte genau das sicherstellen. Doch ohne Durchsetzung bleibt das Gesetz zahnlos.

    Wir haben ein Recht auf unsere Daten. Helfen Sie mit, dieses Recht durchzusetzen!


    Hier bitte mitmachen:

    Diese Kampagne braucht dich jetzt
    EU Data Act durchsetzen: Autohersteller müssen uns Zugang zu unseren Fahrzeugdaten geben!
    c.org

    EV6 77,4 kWh, RWD, P1, P2, P3, Wärmepumpe, Gravityblau Metallic, Bestellt am 5.01.2022, Lieferdatum 14.9.2023

  • Abfragerate: Mindestens 12 Abfragen pro Stunde (alle 5 Minuten) pro Fahrzeug, um eine sinnvolle Echtzeitnutzung zu ermöglichen

    ...und die 12V-Batterie schnellstmöglich über den Jordan zu schicken.


    Ohne Scherz, das funktioniert so nicht.

  • Na ja. Unabhängig davon, dass diese und vielleicht andere Forderungen technisch nicht ohne weiteres realisierbar sind, bleibt das Anliegen legal und legitim. Wie sich das in der Praxis implementieren lässt, ist eine Sache, die erst dann relevant wird, wenn das Anliegen an sich tatsächlich durchgesetzt wird.


    Interessant, dass es eine Synchronizität zwischen dem Post des Thread-Openers und einer E-Mail Aktion von Change.org gibt. Ich habe das Mail heute um 18:00h bekommen. Habt Ihr das Mail auch erhalten?


    Übrigens, das Thema wurde hier vor knapp 1 1/2 Jahren schon einmal breit diskutiert: "Wem gehören die Betriebsdaten unserer Fahrzeuge?" (Klick auf den Link).

    KIA EV6 GT-Line 77kWh RWD P5 P6 WP in Yachtblau met. MJ '23 seit 04/24, also ein Vor-Facelift Modell.