dennoch wird man bei neuen Technologien natürlich nicht um Subventionen drumherumkommen.
Genau, wenn wir uns nicht mit China vergleichen wollen, ist es wie Vogel Strauss.
Es geht ja nicht darum hier China einzuführen, sondern die Prozesse zu verändern, es dauert einfach zulange, von einer Idee bis zur Umsetzung. Inzwischen ändern sich die Bedingungen und vorallem die Preise und damit die Wirtschaftlichkeit.
Das sieht man doch an fast allen Großbaustellen in Deutschland. Stuttgart 21 und BER sind nur eine der Beispiele.
Die Bürokratie steht sich hier selbst im Wege.
Dann das Thema Lobbyismus.
Gut, China hat kaum eine Historie vor der E Mobilität, darum stehen sie auch nicht unter dem Zwang von etwas loslassen zu müssen und dabei etwas aufzugeben. Dann haben sie verstanden, von anderen zu lernen und es umzusetzen, zwar auch nicht immer legal, zumindest am Anfang. Jetzt "kaufen" sie sich die Leute die sie benötigen und geben denen "Freiheiten", die sie vorher nie hatten.
Auch ist China ein ganz anderer Markt, wie Europa und USA. Dort hat man offenbar auch die Kapazitäten sich auf andere Anforderungen der Märkte einzustellen und die Firmen innerhalb des Landes machen sich auch noch selbst Konkurrenz. Um Märkte im Ausland zu erschließen, wird vieles subventioniert aber dafür zielgerichtet und bestimmt nicht mit der Gießkanne. China hat sich zum Ziel gesetzt, Marktführer zu werden und setzt dafür alle verfügbare Möglichkeiten und Kapazitäten ein.
Dann muss man auch daran denken, dass sie oft die meisten Rohstoffe selbst haben oder im Ausland erhalten.
Sie machen es anders als die USA, sie erobern keine märkte, mit militärischen Mitteln sondern über die Wirtschaftspolitik aber nicht offensiv sondern mehr wie damals das alte Rom, teile und herrsche auch durch Unterwanderung.
Sie kaufen sich überall ein und übernehmen dann dort die Wirtschaft um es für eigene Zwecke auszunutzen.
In Kuba habe ich chinesische Autos und Busse gesehen, offensichtlich gibt man (in China) nicht mehr benötigte Busse ab, weil dort eine transformation eingesetzt hat. China ist einerseits der Länder, die sich im das Embargo der USA wenig scheren und sicherlich nicht zum Nachteil von China, schließlich liegt Kuba vor der Haustür der USA.
Das ganze hat viel mehr Seiten als wir uns vorstellen können. Es ist eine Summe aus vielen Prozessen, auch geopolitisch und geostrategisch.
Auch hier zeigt sich ein Fehler der USA, dass andere eingesetzt werden, um die eigenen Ziele zu erreichen.
Hier war es die Auslagerung von Produktion, um im eigenen Land Kosten zu sparen. Man hatte offenbar nie in Betracht gezogen, dass China so lernfähig werden wird um auch Inden USA den Markt zu beherrschen, in dem das Land mit billigen Produkten überschwemmt wird, wie auch in Europa. Es hat klein angefangen und jetzt ist China zu einer macht geworden, die nicht so ohne weiteres wieder zurück gedrängt werden kann.
Vor etlichen Jahren hatte man in Deutschland ganze Stahlwerke nach China verkauft, samt der Technologie, weil man hier die "dreckige" Produktion loswerden wollte und den Stahl dafür billiger, in China herstellen konnte, oft ohne komplizierte Umweltauflagen.
Jetzt rächt sich diese Art der Produktionsverlagerung. China ist führend in der Stahlproduktion geworden, dann auch noch in Verbindung mit eigenen Rohstoffen. Sind sie unabhängig von anderen.
Ähnlich ist doch auch in der Entwicklung von Akkus. Auch hier wurde, am Anfang, vieles nach China ausgelagert, inklusive der Technologien.
Windkraft, Solar alles Technologien, die vor 20/30 Jahren kaum eine Rolle spielten aber oft umweltmäßig und aus Kostengründen hier nicht produzieren wollte.
So ließe sich der Faden weiter spinnen.
Europa, insbesondere Deutschland und die USA haben sich selbst ein Bein gestellt und ins eigene Knie geschossen. Das alles rächt sich jetzt.
China hat es verstanden dieses, zum eigenen Vorteil, auszunutzen. Man muss sicherlich das Ganze als Summe betrachten und nicht einzeln.
Die E Mobilität ist nur ein kleiner Teil davon.
Das viele deutsche Hersteller, selbst im eigenen Land, nicht immer anerkannt sind zeigt sich doch auch über den Preis.
Wir selbst haben uns dazu entschieden kein deutsches Auto zu kaufen, sondern ein asiatisches.
Sicherlich hat jeder seine eigene Motivation dazu und es ist oft eine Entscheidung aus der Summe vieler Einzelheiten aber nicht nur nach einer bestimmten.
So in etwa kann man sich auch die Wirtschaftspolitik in China vorstellen.
Es ist eine Entscheidung aus der Summe heraus.
Europa ist viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und die EU ist nicht gerade hilfreich dabei, sie baut Barrieren auf, die mehr hinderlich sind als, dass sie helfen den Markt in Europa zu stabilisieren. Durch die "Kleinstaaterei" innerhalb der EU wird mehr gebremst als forciert, egal ob wirtschaftlich oder politisch.
Man hat es doch, am Beispiel Großbritanniens gesehen. Die hatten die Bevormundung und Einmischung der EU satt und sind ausgetreten.
Dieses alles gibt es in China nicht, da wird ein Ziel vorgegeben, nachdem sich alle zu richten haben und dann gibt es auch Subventionen.
Diese Einheit von Politik fehlt hier einfach, man ist mit einer Art Kleinkrieg beschäftigt und verliert dadurch das große und ganze aus dem Blick.