Ganz allgemein gesprochen:
Ich hab das schon oft erwähnt und die allermeisten E-Mobilisten haben es schon selbst und von ganz allein gemerkt: E-Autofahren erfordert ein gewisses Maß an Umdenken. In diesem Falle eben das Lösen von der (über jahrzehntelange Erfahrung zurechtprogrammierte) Reichweitenanzeige eines Verbrenners hin zur SoC-Anzeige (das sind die Prozente, die noch im Akku stecken). Im E-Auto sind die Berechnungen zur Reichweite deutlich detaillierter und reflektieren einen sehr viel praxisnäheren Wert als das Schätzeisen im Verbrenner - dem ist es piepsegal, ob du anschließend noch 3km Höhenunterschied meistern musst oder der Verbrauch nun 40% höher ist, weil -20°C. Sinkt die Zahl eben einfach nur schneller, während das E-Auto dich gleich mit der Nase drauf stößt.
Ebensowenig wie es nicht sehr sinnvoll ist, sich an TippEx und Korrekturbänder zu klammern, weil man das zu Schreibmaschinenzeiten ja auch so gemacht hat, obwohl man heute Computer und Textverarbeitungen nutzt, ist es sinnvoll, sich angesichts der neuen Technologie, in der man sitzt, sich an althergebrachtes zu halten, ohne die Neuerungen und Modernisierungen darin zu beachten.
Es gibt solche Leute (kenne selbst ein paar), die nicht in der Lage sind, sich Neuem zu öffnen. Diese bleiben dann eben zurück oder müssen viel Geld ausgeben, damit die moderne Technik "alt" aussieht bzw. die alte Technik am Leben bleibt.
Daher bleibe ich bei meiner Aussage: Für manche sind E-Autos eben noch zu kompliziert. Man braucht im EV6 keinen Taschenrechner, sondern muss einfach nur eine andere Anzeige anschauen. Wer das nicht kann oder, wie hier, nicht will, soll weiter seinen Verbrenner fahren. Er/Sie kann sich dann auch gern entspannt zurücklehnen und murmeln "Hab ich ja gesagt, das Zeug taugt nix".
Wir sehen uns wieder, früher oder später.