Beiträge von OlafSt

    - Carlinkit AI Box ist quasi ein zweites Handy, fest angeschlossen im Auto.

    Genauso ist es. Dein ursprüngliches Handy kannst daheim lassen, alles andere läuft über die AI Box.


    Die AI Box ist ein komplettes "Handy", mit LTE, GSM, GPS, Bluetooth und allem anderen PiPaPo - nur hat es kein Display, das ist ja im EV6 verbaut. Es übernimmt vollständig sämtliche Funktionen, die zuvor das Handy übernehmen musste.


    Man holt sich vom Mobilfunkprovider einfach eine Zweit-SIM zu seiner Mobilnummer (bei meinem Provider, congstar, ist das kein Problem), steckt diese Zweit-SIM in die AI Box und ab dafür. Auf der AI Box findet sich die Google Play Store App, damit kann man - wie auf jedem normalen Handy auch - beliebige Apps installieren. Ja, auch Spiele, natürlich CarScanner oder Torque Pro, und ja: auch Netflix, Amazon Prime, Waipu-TV, Waze, ABRP etcpp.


    Nicht wundern, die AI Box meldet sich als Apple Carplay-Gerät an, damit diese Funktionalität überhaupt möglich ist. Android Auto ist völlig überflüssig und durch Google ohnehin für unsere Zwecke zu stark limitiert: So sind keine Bildabspielenden Apps möglich (nix Video, auch kein VLC, kein Flix). Navigationsapps sind erst seit kurzem überhaupt möglich, zuvor hatte man gefällgst Google Maps zu verwenden - oder das fahrzeugeigene Navi, aber dann hat man ja nur noch begrenzt AA.


    Die AI-Box übernimmt auch die komplette Telefonie, komplett Audio via Spotify / Deezer / Whatever.


    Natürlich kann man sein Handy mit im Auto haben, bei Anrufen klingeln halt beide, Telefonie geht aber über Freisprechanlage im EV6 und die AI-Box. Das Handy bleibt in der Tasche, wo es beim Autofahren gefälligst hingehört.


    Durch die direkte Stromversorgung der AI Box durch den USB-Anschluß wird der Handy-Akku auch nicht mehr so extrem gestresst, was seine Alterung ja sonst rasant beschleunigt. Denn nach wie vor gilt: Hohe CPU-Leistung abfordern (durch Blitzer.de und die enorm hohe GPS-Abfragefrequenz, zeitgleich Carscanner, das heftig das BT quält und Spotify z.B.) und gleichzeitig laden killt den Akku in kurzer Zeit. Mein Oneplus hat das nur 6 Wochen mitgemacht, dann war der Akku hinüber und musste getauscht werden.


    Hoffe das hilft ;)

    Die 800V gelten nur bei voller Modulanzahl - was beim 58er nicht der Fall ist. Dem fehlen ein paar Module, weshalb die Spannung da eher im 600V-Bereich zu suchen ist. Und dann passen die 58kWh 😉


    Und ja, ist immer noch ein 800V-System, es liegt ja über den 400V aller anderen Hersteller, darum gibts auch bei dir 200+ kW an der dicken Ladesäule 👍

    Aha 💡


    Würde mich keine Sekunde wundern, wenn die SoH-Anzeige, die uns Kia im Carscanner gibt, einfach nur reflektiert, wieviel die Ladeschlußspannung an den Akkuzellen angehoben werden musste. Wenn dann ein ganzes Modul abgeschaltet wird, braucht man die Spannung ja nicht anheben - Akkukapazität also auf 60kWh gesunken, Ladeschlußspannung aber immer noch optimal, SoH also 100%.


    Wäre eine Erklärung, warum manche Akkudefekte im Kia als nicht-existent betrachtet werden.

    Der PCA ist durchaus nützlich, hat mich schon vor manchem Rempler bewahrt. Ist aber auch hinderlich, an einem Tag in der Woche bekomme ich den EV6 nur sehr schwer aus der Garage raus, und rein dann schon gar nicht. Dann stehen Müllcontainer am Wegesrand und ich bekomme den EV6 nur mit Mühe weit genug aus der Garage raus, das der PCA eben nicht blockiert und ich dennoch manövrieren kann.


    Und es geht auch anders: So habe ich bei einem extrem angepissten E-Tron-Fahrer gesehen, das der ums verrecken nicht auf den ausgewiesenen Parkplatz kam. Dieser war eine schon länger ungenutzte Wiese, das Gras also kniehoch. Der E-Tron war mit nichts und niemandem dazu zu bewegen, das Gras umzufahren - der PCA hat das zuverlässig verhindert. Die Ingenieure bei VW fahren wohl nur auf geteerten Wegen, daher hatten die diesen Fall wohl so gar nicht auf dem Schirm: Eine Abschaltmöglichkeit für den PCA gibt es nicht. Schlußendlich hat der Fahrer das Gras dann niedergetrampelt, damit er parken konnte...


    So können die Helferlein sehr sinnvoll sein - aber ab und zu auch mal ein Ärgernis. Bisher aber haben sich alle Assistenten als sehr viel sinnvoller denn ärgerlicher erwiesen.

    Die Notladeziegel haben doch (abgesehen von dem einem oder anderen Ali-Import) allesamt einen Temperatursensor im Schuko-Stecker. Wenn die Steckdose also heiß wird (oder besser: warm), dann wird das auch der Stecker, der drinsteckt. Und dann löst irgendwann diese Temp-Sicherung aus, bevor es gefährlich werden kann.


    Das ist natürlich keine Aufforderung, jetzt mit dem Ziegel zu nuckeln, was das Zeug hält. Die Steckdose ist zum ersten in so einem Fall eh schon angegriffen und ein Tausch fällig. Zum zweiten ist die Sicherung im Schukostecker vergossen und der Ladeziegel dann hinüber.

    Es ist für viele Leser im Forum vermutlich vollkommen uninteressant.

    Genau das ist der Punkt.


    Ich habe ebenfalls eine Ausbildung in der Richtung Elektrotechnik genossen. Auch ich weiß, wann ein Sicherungsautomat tatsächlich auslöst. Natürlich hätte ich seitenlang über Abschaltcharakteristiken, Leitungsbelastungsgrenzen, wieso man das überhaupt absichert blablabla referieren können. Aber hätte das irgendeinen Mehrwert gehabt um zu erklären, wieso die Sicherung beim ICCU-Tausch mitgetauscht wird ? Mein Text war ohnehin schon so lang, das die meisten den gar nicht mehr lesen, nach einem TL;DR suchen, nichts finden und woanders hinklicken.


    Daher habe ich einige Vereinfachungen gewählt und auch mit den Zahlen herumgespielt, um die Sachverhalte zu verdeutlichen, ohne es zu verkomplizieren - und auch, um Offtopic-Fragen zu vermeiden (die unweigerlich kommen, würde man die wirklichen Abschaltströme nennen - oder die Dauer, bis ein Sicherungsautomat bei moderater Überlast tatsächlich auslöst). Wer es dann genauer wissen will, kann per PM nachfragen oder schlicht selber Google bemühen.


    Anhand der Reaktionen kann man ersehen, das meine Vereinfachungen zum Verstehen des Sicherungstauschs beigetragen haben - die Abschaltcharakteristik der Sicherung aber für diese konkrete Fragestellung nicht mal tertiär von Bedeutung ist. Man sollte immer Bedenken, das auch nicht-Elektrotechniker hier mitlesen und sie durchaus verstehen wollen, wieso man etwas macht - aber nicht mit "Ingenieurwissen" geflutet werden wollen. Und: Die Leser hier gehen dann ja auch nicht los und verbreiten diese vereinfachten Infos dann unter den Azubis für Elektrotechnik.


    Ergo: Alles gut, alles halb so wild 😀