Beiträge von Funstreet

    Hey, vielleicht ist mein Use Case ja nicht üblich, aber bei Deiner Beschreibung muss ich beim Türenschließen ja schon wissen, dass ich das Auto abschließen will, obwohl ich noch am Kofferraum etwas mache.

    Es ist für mich irgendwie unlogisch und es muss ja einen Grund geben, warum es die Taste beim Volvo gibt.


    Zum Thema Taste am Schlüssel: Ich habe zum Glück den GT-Line und bin schlüssellos mit Smartphone unterwegs… :) Das war für mich übrigens überhaupt der Grund, die GT-Line-Ausstattung zu buchen. Seitdem ich meine Teslas hatte, ist es eine Grundvoraussetzung für jedes zukünftige Auto von mir.

    Physische Schlüssel sind aus meiner Sicht etwas, das man heute weder für das Haus noch für das Auto mehr braucht.

    Es geht nicht darum, den Kofferraum des verschlossenen Fahrzeugs zu öffnen und zu schließen, sondern nach der Fahrt und dem Ausstieg aus dem Auto. Dann werden meist viele Türen geöffnet, um etwas rauszuholen und meistens lade ich aus dem Kofferraum etwas zuletzt aus. Ich hatte bei früheren PKW eine Taste am Kofferraumdeckel, die beim Drücken den Kofferraum und alle Türen verschloss. Dann muss ich nicht wieder zur Tür und dort den Sensor berühren, um alles zu verschließen.

    Moin, nachdem ich ja schon im 10.000 km Topic als einer der ersten EV6 Facelift-Fahrer berichten konnte, was ich so am "neuen" mag und nicht mag, kommt nun ein Update nach etwas mehr als einem Jahr und 30.000 km. Das ist zwar schon wieder 3.000 km her, aber ich hatte vorher keine Zeit zum Schreiben. Am 17. Mai hab ich die 30.000 km überschritten:


    Tacho 30.000 km



    Inzwischen kenne ich das Auto in nahezu allen Situationen: täglicher Arbeitsweg, Langstrecke, Sommer, Winter, Stadtverkehr, Autobahn und Urlaubsfahrten.

    Vorweg das Wichtigste: Ich bin weiterhin sehr zufrieden mit dem EV6 und bereue den Kauf nicht. Trotzdem gibt es einige Punkte, die mich inzwischen mehr stören als zu Beginn – und andere Dinge, die ich heute deutlich positiver sehe als noch beim Kauf. Für die, die mein 10.000er-Resümee nicht gelesen haben, ihr findet es hier:


    https://www.ev6-forum.de/forum/thread/1037-10-000-km-club-kia-ev6-fahrerfahrung-probleme-und-tipps/?postID=157605#post157605

    Meine Erfahrungen mit Ionity und EnBW

    Die meisten meiner Langstrecken habe ich zunächst bei Ionity geladen. Technisch funktioniert das natürlich alles fast immer problemlos, allerdings habe ich, wie auch schon damals berichtet, bei Ionity häufig lange gewartet, bis nach dem einstecken des Ladesteckers der Ladevorgang überhaupt beginnt.

    Man steigt aus, steckt ein, wartet, schaut auf den Bildschirm, wartet weiter – und irgendwann startet dann endlich die Ladung. In den letzten rund 3.000 km habe ich deshalb bewusst häufiger EnBW genutzt und festgestellt, dass es dort schneller geht.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich bin daher nun weg von Ionity, auch um die teuren Raststättenpreise zum umgehen und der Tank & Rast Mafia nicht noch mehr Geld in den Rachen zu stecken.


    Der Kofferraum und ein kleines Alltagsärgernis

    Es gibt einen Punkt, der völlig banal klingt, mich aber tatsächlich regelmäßig nervt.

    Wenn ich das Fahrzeug verlasse und anschließend noch etwas aus dem Kofferraum holen möchte, kann ich das Auto danach nicht direkt am Heck verriegeln. Das bedeutet: Kofferraum schließen, wieder zurück zur Fahrertür laufen und dort über den Türgriff abschließen.

    Das ist keine Katastrophe und sicherlich kein Kaufhindernis, aber es gehört zu den Dingen, die man im Alltag erstaunlich häufig macht und bei denen man sich irgendwann fragt, warum Kia das nicht anders gelöst hat.

    Mein größter Kritikpunkt ist die Materialanmutung

    Wenn ich einen Punkt nennen müsste, der mich am meisten stört, dann ist es die Innenraumanmutung. Das hatte ich in meinem ersten BEricht, den ich gerade nochmal gelesen haben, gar nicht erwähnt und die Qualität sogar positiv dargestellt.

    Mein Fahrzeug hatte einen Listenpreis von knapp 68.000 Euro. Für diese Preisregion hätte ich mir persönlich etwas mehr Wertigkeit gewünscht.

    Versteht mich nicht falsch: Der Innenraum ist modern, funktional und ordentlich verarbeitet. Es klappert nichts, alles funktioniert zuverlässig.

    Aber emotional holt mich das Interieur nicht wirklich ab.

    Gerade wenn man wie ich von Fahrzeugen kommt, die stärker auf ein hochwertiges und/oder modernes Ambiente setzen (Volvo XC60, Tesla MY und M3), wirkt vieles etwas nüchtern und zu plastiklastig. Ich bin jetzt in etwas mehr als einem Jahr 30.000 km gefahren und habe dabei 489 Stunden im Auto verbracht. Da "brauche" ich eigentlich mehr Wohnzimmeratmosphäre..


    Das war tatsächlich einer der wenigen Punkte, bei denen ich mehrfach darüber nachgedacht habe, ob ich das Fahrzeug irgendwann wieder abgebe und gegen ein anderes Fahrzeug mit 800-Volt-Technik tausche.

    Da ich den Wagen allerdings gekauft habe und nicht lease, werde ich ihn zunächst weiterfahren.

    Verbrauch nach 30.000 km

    Mein Durchschnittsverbrauch liegt aktuell bei 21,6 kWh pro 100 km. Darin enthalten sind Sommer- und Winterbetrieb, Langstrecken und tägliches Pendeln. Für ein Fahrzeug dieser Größe, Leistungsklasse und Fahrleistungen halte ich diesen Wert für akzeptabel, aber nicht hervorragend.


    Das Navi hat mich überrascht

    Eine Sache, die ich beim Kauf niemals erwartet hätte: Ich nutze das eingebaute Navigationssystem inzwischen häufiger als Google Maps über CarPlay. Gerade die Suche nach Zwischenzielen funktioniert für meinen Geschmack sehr gut. Wenn man beispielsweise auf der Autobahn unterwegs ist und spontan einen Schnellimbiss, einen Supermarkt oder ein Restaurant entlang der Route sucht, klappt das erstaunlich komfortabel. Auch die Sprachsteuerung funktioniert bei mir deutlich besser, als ich ursprünglich erwartet hatte. Bei meinem 10.000er Review war ich noch unzufrieden. Mittlerweile hat sich das gedreht.

    Das Fahrerdisplay wirkt weiterhin etwas lieblos

    Was sich leider nicht geändert hat: Ich finde die Gestaltung des Fahrerdisplays weiterhin ziemlich uninspiriert. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich durch Tesla an regelmäßige Software-Updates mit optischen Verbesserungen gewöhnt war.

    Natürlich wusste ich beim Kauf, wie die Anzeigen aussehen. Trotzdem hatte ich gehofft, dass Kia im Laufe der Zeit vielleicht etwas mehr Liebe in die grafische Gestaltung steckt. Umso überraschter war ich, als ich erste Berichte zum EV4 gesehen habe und dort viele Elemente sehr ähnlich aussahen. Überraschend, dass es da selbst bei neuen Modellen kein frischeres Design gibt.

    Rekuperation: Gut, aber nicht zu Ende gedacht

    Die Schaltwippen zur Einstellung der Rekuperation nutze ich inzwischen hauptsächlich dann, wenn ich alleine unterwegs bin. Bei stärkerer Rekuperation entsteht gerade beim Ausrollen auf Ampeln oder Kreuzungen eine Verzögerung, die Mitfahrer häufig als etwas unangenehm empfinden. Deshalb fahre ich die meiste Zeit mit Auto-Rekuperation.

    Grundsätzlich gefällt mir das System sehr gut. Was ich jedoch bis heute nicht verstehe:

    Warum kann die Auto-Rekuperation das Fahrzeug nicht vollständig bis zum Stillstand abbremsen? Der adaptive Tempomat kann das schließlich problemlos. Für mich wirkt es so, als hätte man die Funktion kurz vor dem Ziel nicht vollständig zu Ende entwickelt.

    Klimaanlage

    Die gewünschte Wohlfühltemperatur liegt bei mir mittlerweile bei 22 Grad. Am Anfang waren es 23 Grad. In anderen Fahrzeugen fahre ich meist eher zwischen 20,5 und 21 Grad.

    Positiv ist allerdings, dass das früher häufig kritisierte Verhalten mit plötzlich sehr kalter Zugluft bei mir inzwischen kaum noch auftritt. Vielleicht kann ich deswegen nun auch 1 Grad kühler einstellen ;)

    Ob Kia hier per Software nachgebessert hat oder ich mich einfach daran gewöhnt habe, kann ich nicht sagen.

    Frunk: Ein Thema, das völlig überschätzt war

    Vor dem Kauf hatte ich mir erstaunlich viele Gedanken über den Frunk gemacht. Eigentlich wollte ich ursprünglich den Heckantrieb unter anderem wegen des größeren Frunks.

    Durch die damalige Liefersituation wurde es dann aber ein AWD. Heute kann ich darüber nur schmunzeln. Ich habe den Frunk in 30.000 km vielleicht zwei- oder dreimal geöffnet, weil ich das Typ-2-Ladekabel eben nicht häufiger gebraucht habe.

    Das Ladekabel passt (knapp) hinein und damit ist sein Zweck für mich im Wesentlichen erfüllt. Rückblickend war die Größe des Frunks für meine Nutzung völlig irrelevant, da es so geht. Selbst "kein Frunk" wäre für mich mittlerweile ok, wenn der Wagen dann mehr Platz unter der Ladefläche hat. Die fehlt dem EV 6 GT-Line AWD allerdings (auch).

    Erste Inspektion

    Die erste Inspektion habe ich rund einem Monat vor den 30.000 km durchführen lassen um kein Risiko hinsichtlich möglicher Garantiefragen einzugehen.

    Interessant fand ich, dass die Preise bei den drei angefragten Kia-Händlern nahezu identisch waren. Das hatte ich deutlich unterschiedlicher erwartet.

    Die Kosten lagen bei 309 Euro brutto

    Winterreifen

    Für den vergangenen Winter habe ich mich für Pirelli PZero Wintrer 2 entschieden. Die Reifen waren zwar alles andere als günstig (1.200 €), haben mich aber positiv überrascht. Besonders die Geräuschentwicklung ist sehr angenehm. Subjektiv empfinde ich sie sogar als leiser als meine Sommerbereifung. Auch beim Verbrauch konnte ich keinen dramatischen Unterschied feststellen.

    Die Sache mit den Fahrmodi

    Ein Punkt, den ich wirklich nicht nachvollziehen kann: Die Fahrmodi werden nicht dauerhaft im Profil gespeichert. Im Alltag fahre ich oft im Eco-Modus.

    Auf längeren Autobahnetappen nutze ich dagegen häufig Normal oder Sport. Dass ich die Einstellung bei jedem Start erneut auswählen muss, wirkt auf mich unnötig und wäre vermutlich mit einem einfachen Softwareupdate lösbar.

    Fazit nach 30.000 km

    Der EV6 hat sich für mich als sehr angenehmes Langstreckenfahrzeug erwiesen. Die Ladegeschwindigkeit ist weiterhin das herausragende Merkmal des Autos. Hinzu kommen viel Platz, gute Fahrleistungen, ein zuverlässiger Antrieb und eine insgesamt hohe Alltagstauglichkeit. Ich bin mir sicher, dass der Gebrauchtwagenmarkt in 1-2 Jahren die 800 Volt Autos vermehrt schätzen wird. Die, die heute einen 800 Volt Neuwagen kaufen wollen, haben eine größere Auswahl als noch vor einem Jahr. Würde ich heute erneut einen Neuwagen kaufen, würde mir die Entscheidung für einen EV6 aber vermutlich schwerer fallen.


    Fazit nach 30.500 km

    Kratzer stehen dem EV6 nicht - beim Ausparken habe ich einen Findling mitgenommen.

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    Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen. Ich gebe Euren Input mal meinem Elektriker als Input.

    Neben dem Umstand, dass am Tag 2 das PV Überschussladen nicht mehr automatisch beim Kia startet, ist auch die effizienz der Sungrow Wallbox in Bezug auf das Umschalten zwischen 1 und 3phasigem Laden sehr sehr langsam. Es dauert teils 15 - 30 Minuten bis sie reagiert. Und gestern und heute hatte ich gar das Phänomen, dass ich die Wallbox selbst nach manuellem Start des PV Überschussladen über die Sungrow App ständig wieder ausschaltet, obwohl noch genug PV Überschuss vorhanden ist.


    Ich ärgere mich ein wenig, dass ich eine Sungrow Wallbox genommen habe. In meinem Büro hab ich eine Go-E Charger Wallbox und die funktioniert hervorragend mit PV Überschuss.

    Moin zusammen,


    wir haben just eine Sungrow Solaranlage mit 13 kwP und einer Sungrow Wallbox bekommen. Das PV Überschussladen klappt leider nicht an 2 Tagen in Folge.

    Sprich: Wenn ich mit dem EV6 ankomme und Überschuss da ist, lädt der Wagen (fast) problemlos PV Überschuss.

    Am Tag danach fängt er aber nicht mehr mit PV Überschussladen an, sobald Überschuss da ist. Sobald ich dann in der Wallbox App sage "Ladevorgang starten" - wohlgemerkt weiterhin als PV Überschuss, dann startet er problemlos.


    Der Elektroinstallateuer sagt, dass er vermutet, dass der Wagen einen zu hohen Eigenverbrauch im Standby hat und sich, nachdem längere Zeit nicht mehr PV Überschuss da ist, automatisch ausschaltet. Somit erkennt er dann nach einer längern Zeit ohne PV Überschuss (z.B. nach einer Nacht) nicht, dass er immer noch an der Wallbox angeschlossen ist.


    Das wäre dann eigentlich ein Problem, was nicht bei der Wallbox liegt, sondern an der CPU des Autos.


    Ich kann mir das kaum vorstellen, dass das bei Euren Kias genau so ist.


    Zudem die Frage: Ab welcher Mindestleistung des PV Überschuss fängt bei Euch die Wallbox der EV6 an zu laden? Bei mir startet die Wallbox erst ab 4 kW und schaltet sich dann irgendwann bei weniger als 2 kW wieder aus.


    Vielen Dank schon einmal für Euren Input!