Beiträge von Seniornerd

    Seniornerd den Sinn sehe ich nicht... sobald du langsamer oder schneller fährst... fällt die Berechnung zusammen. Außer du kriegst über CarScanner irgendwo die "Trip average speed" oder sowas über trip distance und trip time. Ist ja schon ein Unterschied ob man 100, 130, 150 oder 180 fährt. ;)

    Na ja, das ist ja das gleiche Problem wie bei der Reichweitenanzeige, die ja eher ein geratener Wert ist und sich am Fahrstil der letzten Vergangenheit orientiert.


    Für Langstrecken-Fahrten sehe ich darin insofern einen Sinn, da man auf Autobahnfahrten eher nicht ständig den Fahrstil wechselt. Wenn ich z.B. den HDA mit Tempomat und bei Berechnungen den durchschnittlichen Energieverbrauch seit dem letzten Ladevorgang nutze, erhalte ich schon ein einigermaßen gleichmäßiges Fahrprofil, so dass Reichweitenwerte und andere daraus abgeleitete Parameter relativ zuverlässig sind.

    Danke für Eure Anregungen!


    Also gut, wenn uns KIA - sofern überhaupt - nur einen Ein/Aus Knopf liefert, lassen sich die erwähnten Funktionen mit Car Scanner realisieren?


    Die nötigen Daten gibt es ja, die Frage ist nur, ob sich Berechnungen mit Zwischenspeichern, bedingten Schleifen etc. in Car Scanner implementieren lassen. Einfache Formeln scheinen ja möglich zu sein - aber kleine Programme?

    Ich habe mir mal Gedanken darüber gemacht, was eine Funktion für manuelles Vorkonditionieren des HV-Akkus leisten sollte. Eine solche Funktion sollte nicht einfach nur das Vorheizen starten, sondern dem Fahrer über eine Simulationsrechnung auch eine Abschätzung anbieten, wie viel Fahrzeit bzw. Fahrtstrecke bis zur vollständigen Vorkonditionierung nötig sind. So könnte man auch Ladesäulen berücksichtigen, die (noch) nicht in den Routenplaner-Datenbanken enthalten sind.


    Die nötigen Rahmendaten für die Simulation sind verfügbar; sie sind in den diversen Ladeleistungs-Schaltschwellen, über die Storm berichtet hat und in den temperaturabhängigen Ladeleistungskurven von koaschten zu finden


    Dabei wären wahrscheinlich die folgenden weiteren Parameter zu berücksichtigen:

    • Durchschnittlicher Energieverbrauch, z.B. seit dem letzten Ladevorgang, ggf. abzügl. Energieverbrauch für Klima
    • Durchschnittliche Fahrtgeschwindigkeit seit dem letzten Ladevorgang
    • Umgebungstemperatur beim Vorkonditionierungs-Start
    • Min. Zellentemperatur beim Vorkond.-Start
    • Max. Zellentemperatur beim Vorkond.-Start
    • SOC beim Vorkond.-Start

    Eine solche Simulationsrechnung lässt sich vermutlich nicht in Car Scanner programmieren, da hierzu bedingte Befehle, die Speicherung von Zwischenergebnissen und Programmschleifen nötig wären. Kann Car Scanner so etwas?


    Was meint ihr, fehlen da noch irgendwelche Features oder Parameter?

    Ich finde im Winter kommt das E-Auto einfach an seine Grenzen. Ich finde es auch einfach nicht gut, dass ich im Winter trotz 30 Minuten Vorkonditionieren nicht mehr als 70kw Ladeleistung sehe. Ja, das ist Physik. Nein, vorher mit der Konditionierung anfangen wäre keine Alternative gewesen.

    Da steckt sicher noch Optimierungspotenzial drin. Auf jeden Fall richtig ist es aber, daß man sich viel zu viel kümmern muss um vernünftige Ergebnisse zu erzielen.

    Stimmt, die Akku-Vorkonditionierung ist noch weit davon entfernt, eine benutzerfreundliche Funktion zu sein. Mein Kriterium für Benutzerfreundlichkeit wäre, dass man sie auch als Verbrennerfahrer ohne großes Studium benutzen könnte.


    Das habe ich gestern bei einem Familienbesuch erlebt: Bei einer Tour von München nach Niederbayern wollte ich nahe Landau/Isar bei IONITY laden, aber dieser Ladepark scheint recht neu zu sein - er war weder in der Datenbank des KIA Navis noch bei ABRP zu finden*.


    Glücklicherweise fand ich unterwegs nach längerer Recherche heraus, dass es am gleichen Ort auch Ladesäulen von Fastned gibt. Ich habe also die Fastned-Säulen als Ziel verwendet, bin aber 50m weiter zu den IONITY Säulen gefahren. Leider habe ich das aber erst ca. 40km vor meinem gewünschten Ziel heraus gefunden, so dass der Wagen nicht genug Zeit hatte, um komplett vorzukonditionieren. Das hat mich wertvolle Zeit gekostet, do dass ich verspätet zu meinem Besuch ankam. :(


    Manuelle Vorkonditionierung hätte mir geholfen, das Problem zu vermeiden. Ich habe mir einmal im folgenden Thread Gedanken gemacht, was eine solche Funkton können sollte, damit Vorkonditionieren endlich keine Raketenwissenschaft mehr wäre.


    * Wo könnte man Ladeparks bei KIA bzw. ABRP melden, die in deren Datenbanken fehlen?

    Und was ist, wenn ich das Auto ohne App bewege?

    Daher meine Anmerkung/Frage, welche Daten das Auto auch ohne App direkt an KIA meldet.


    Außerdem sendet das Auto über KIA Connect z.B. auch Meldungen, dass das Ende eines Ladevorgangs in X Minuten bevorsteht. Diese Meldung kommt auch, wenn die Connect App nicht aktiv ist, also nicht gestartet wurde. Es reicht offenbar, dass sie auf dem Handy installiert und einmal mit dem Auto verbunden wurde.


    "Ohne App" bedeutet also, dass die App garnicht auf dem Handy installiert ist. :huh:


    Nachtrag: Gibt es unter den Lesern dieses Threads bzw. unter den Mitgliedern dieses Forum Juristen, die sich genauer mit dem deutschen Datenschutzrecht auskennen? So jemanden im Boot zu haben, wäre sicherlich hilfreich, um unsere Forderungen so zu formulieren, dass sie auch Wirkung entfalten können.

    Bitte 'guckt' doch mal in der KIA Connect App unter: Mehr/Einwilligung & Werbung...

    zu was man seine Daten frei gibt!

    Danke für den Hinweis! Die App ist mMn ein gutes Beispiel, wie man es nicht machen sollte: Da gibt es Absätze, die enden mit "...". Unbedingt anklicken, denn da erst geht's ans Eingemachte.


    Nicht ganz klar ist mir bei der App, ob damit auch alle Daten abgedeckt sind, die KIA direkt aus unseren Autos, also nicht nur über die Connect App erfasst.


    Mein Vorschlag: Das sollten wir in einem gesonderten Thread diskutieren.

    Es freut mich, dass sich die Diskussion hier zunehmend klarer strukturiert.


    Natürlich provoziert dieses Thema auch Ängste und oft genug sogar Resignation - das folgt aus dem Gefühl, dass man hier sowieso nichts machen könne - das aber ist falsch.

    • Bei vielen Diensten im Internet sind die Sicherheits- und Datenschutz-Einstellungen bewusst unklar oder kompliziert formuliert. Oft genug muss man sich durch seitenlange Listen hangeln und einzelne, versteckte Optionen suchen und ausschalten - das macht mißtrauisch und erzeugt Gefühle von Ohnmacht. Das war die Ausgangssituation für die Verabschiedung der DSGVO.
    • Beim Handy und an unseren PCs gibt es Sicherheits- und Datenschutz-Einstellungen - man muss sie nur kennen und eine bewusste Wahl treffen. Dazu gibt es viele Tipps im Netz.
    • Bei unseren Autos haben wir eine aktive Wahl getroffen - wir haben einen Kauf- oder Leasingvertrag unterschrieben - und dabei hoffentlich auch das Kleingedruckte gelesen. Außerdem unterliegen vernetzte KfZ genauso wie andere Daten verarbeitende Güter nationalen und europäischen Gesetzen. Die Hersteller werden diese nur beachten, wenn ihre Einhaltung gefordert und überwacht wird.

    Also lasst uns die Einhaltung dieser Gesetze fordern.


    Mein Vorschlag:

    1. Wir sollten uns als Nächstes auf eine Liste von Forderungen einigen,
    2. dann darüber, wo oder wem wir diese Forderungen vorlegen. Der ADAC ist sicherlich ein Startpunkt, sollte aber nicht unsere einzige Option sein.

    Was meint Ihr?

    Hier ein Paar Versuche, die Diskussion zu versachlichen:

    • Es gibt Dashcams, die auch während des Parkens laufen können. Leider bieten nur wenige davon eine komplette 360-Grad Überwachung (wäre einen separaten Thread wert). Allerdings erfordert eine Parküberwachung ggf. auch eine Stützbatterie, um den 12V-Anker nicht leer zu saugen. Ein weiteres Thema dabei ist die Installation von Dashcams, speziell, wenn sie eine Heckkamera besitzen. Viele Autowerkstätten - auch meine KIA-Werkstätte - weigern sich, eine solche Installation zu machen. Das Problem: die an den A-, B- und C-Säulen sowie am Rand des Himmels angebrachten Seiten-Airbags, deren Funktion nicht behindert werden darf. Außerdem fordern viele Werkstätten, Dashcams für Reparaturarbeiten nicht nur auszuschalten, sondern auch auszubauen (geht meistens problemlos durch Abstecken).
    • Ein https://de.nttdata.com/insights/blog/eu-data-act-folgen-fuer-die-au...

    Was spricht eigentlich dagegen, die fahrzeugeigenen Kameras für einen Dashcam-Betrieb freizuschalten, wie dies KIA z.B. für den asiatischen Markt tut?


    Außerdem, vielleicht sollten wir die folgenden Themen voneinander getrennt behandeln:

    • mißbräuchliche Verwendung der von Herstellern erfassten Fahrdaten
    • mißbräuchliche Verwendung der von Fahrern erfassten Daten (nicht nur Fahrdaten)
    • Regeln für die Verwendung von Fahrdaten durch Behörden

    Das sind klar unterschiedliche Themenbereiche.