Sicher schafft sich ein Händler, der solche "Tricks" verwendet, ein Kontingent an Fahrzeugen, die er dann wirklichen Kunden anbieten kann. Es stellt sich bei diesem Vorgehen immer die Frage, ob es nicht mit der Zeit bei Kia auffällig wird und wie man dort dazu steht. Ich könnte mir vorstellen, dass man die vielleicht nicht so gerne sehen wird, denn sonst hätte man vermutlich nicht die Bestellung von reinen Vorführ- oder "Halden"-Fahrzeugen für die Händler temporär bei bestimmten Modellen gestoppt. Aber dies ist reine Spekulation von mir. Und ob solche Verhaltensweisen Folgen für diese Händler haben ... keine Ahnung wie Kia hier tickt.
Wenn man sich eingesteht, dass Kia und Händler Wirtschaftsunternehmen sind und alle ihre Tätigkeiten zur Gewinnmaximierung dienen, dann ist folgende Logik schlüssig:
- Die Produktionskapazitäten sind aktuell limitiert
- Die Händler bekommen nur ganz wenige Autos, generieren also deutlich weniger Gewinn und haben die gleichen Ausgaben
- Was liegt also näher, als die wenigen verfügbaren Autos zu einem möglichst hohen Preis zu verkaufen, um den Gewinnausfall zu kompensieren?
- Kia Deutschland und die Händler brauchen sich gegenseitig. Gehen die Händler unter, bekommt Kia Deutschland massive Absatz- und Reputationsprobleme. Also lässt man die Händler gewähren.
Auch wird Kia keine offizielle Lieferzeitgarantie oder Kompensation bei einem möglichen Förderungsausfall anbieten, denn das würde sofort dazu führen, dass die noch in 2022 verfügbaren Autos nicht mehr zum Listenpreis verkauft werden können.
Ist der Drück des Förderungswegfalls erstmal weg, warten die Kunden einfach in Ruhe auf das Auto mit Rabatt.