Einzig der Urlaub, da hätte ich schon ganz gerne einen rundum-sorglos-Tarif bei dem ich, wie ich es auch dieses Jahr hatte, nicht gross überlegen muss welchen Anbieter ich nehmen sollte.
So ist das eben mit dem freien Markt... Der Kunde hat's in der Hand - über sein Verbrauchsverhalten:
- Wer's preisgünstig mag, musss nach Schnäppchen suchen (die es durchaus gibt; ich sage nur Moovility App, Renault Mobilize/IONITY, Freshmile oder Aldi Süd).
- Wer "rundum-sorglos" bevorzugt - und auch das ist ein Service - muss halt einen Bonus für seine Sorglosigkeit zahlen, erspart sich damit aber auch das Herumsuchen.
Ich habe mich kürzlich mal bei meinem Freundlichen über das Thema Ladestrompreise unterhalten. Der sagte mir, viele seiner Firmenkunden* bekämen von ihrem Arbeitgeber Ladekarten gestellt, die sie dann ohne weiteres Nachforschen nutzten. Das bedeutet, der Arbeitgeber zahlt, nicht der Fahrer. Würden diese Fahrer nach preisgünstigen Lademöglichkeiten suchen, müssten sie die Ladekosten aus ihrer eigenen Tasche zahlen, oder mühsam über Spesenberichte abrechnen.
Dieser Ladestrom-Marktsektor ist also überhaupt nicht preissensitiv, und dürfte viel dazu beitragen, dass es so wenig Druck auf die Preise am Ladestrommarkt gibt.
Wer nicht nach dem Preis fragen muss, verhält sich "rundrum-sorglos".
* Schaut mal, wie hoch der Anteil der Firmenfahrzeuge an der Gesamtzahl verkaufter BEV ist, dann wird klar, woher diese Marktsituation kommt. Wir Privatfahrer und -Zahler sind (noch) in der Minderheit. Je höher der Anteil gebrauchter - und damit privat genutzer - BEV ist, um so größer wird der Druck auf die Ladestrompreise.