Habe heute von Elektrovorteil.de eine Mail bekommen in der das ganze THG-Quoten Drama wie ich finde sehr gut erklärt wird.
Ist schon traurig, wenn man reflektiert wie die deutschen E-Autofahrer und das Umweltbundesamt von chinesischen Verbrechern und der eigenen Industrie betrogen werden.
Ich hänge einen Auszug des Textes mal hier an:
Klimaschutz in der Krise: Wie Betrug und politische Untätigkeit den THG-Quotenmarkt destabilisieren
Während die Elektromobilität stagniert, zeichnet sich auch der Markt für Treibhausgasquoten durch Instabilität aus. Seit fast zwei Jahren erleben wir einen beispiellosen Absturz auf dem Markt für THG-Quoten – ein Crash, der das Vertrauen in ein zentrales Instrument des Klimaschutzes erschüttert hat. Der Hauptgrund für diese massive Entwertung liegt in aufgedeckten Betrugsnetzwerken mit THG-Zertifikaten aus dem Ausland. Der europäische Quotenmarkt wird mit einem Überangebot aus China geflutet. Ein krasses Beispiel zeigt anstatt einem chinesischem Klimaschutzprojekt (UER) einen Hühnerstall (Quelle). Die Leidtragenden dieses Desasters sind die Elektromobilisten – Menschen wie Sie, die sich bewusst für ein E-Fahrzeug entschieden haben, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Auf der anderen Seite steht die Mineralölindustrie als größter Profiteur der Krise. Durch das Quotendumping wird der Klimaschutz ad absurdum geführt. Oder anders gesagt: Verschmutzen lohnt sich wieder.
Das System ist also schwer angeschlagen – und das ausgerechnet unter der Ägide des von den Grünen geführten Bundesumweltministeriums (BMUV). Es wirkt fast so, als hätten Ministerien und Politik Angst vor der Macht der Ölkonzerne. Noch alarmierender sind Aussagen des BMUV, die nahelegen, dass man versucht, die schützende Hand über diese Betrugsfälle zu halten. Das Ministerium erklärt, dass der Tankstellenpreis durch „möglicherweise zu Unrecht erteilte Zertifikate“ gesenkt wurde (Quelle). Sollen deutsche Verbraucher wirklich für gefälschte Emissionseinsparungen zahlen und das auch noch beklatschen? Statt echte, nachhaltige CO₂-Einsparungen zu erzielen, geht es offenbar primär darum, die Klimaziele auf dem Papier zu erreichen. Obwohl Sonderzölle auf Biodiesel-Importe kürzlich vollständig in Kraft getreten sind, zeigen sie bislang nicht die gewünschte Wirkung. Dies liegt unter anderem daran, dass geschickte Handelsstrategien und regulatorische Grauzonen genutzt werden, um die Zölle zu umgehen.
Dringender Handlungsbedarf: Wie politische Instabilität und fehlende Reformen den THG-Markt bedrohen
Die Krise ist real und akut. Das BMUV muss endlich entschlossen handeln. Ausflüchte und Halbherzigkeiten bringen uns nicht weiter. Stattdessen muss das Ministerium seiner Verantwortung als Regulator in einem staatlich geschaffenen Markt gerecht werden und sicherstellen, dass der Markt stabilisiert wird und tatsächlicher Klimaschutz ermöglicht wird – ein System, in dem Betrug keine Chance hat.
In Reaktion auf die anhaltende Krise haben sich verschiedene Initiativen gegründet. Branchenverbände, Einzelunternehmen und Interessengruppen schließen sich zusammen, um verstärkt Lobbyarbeit zu betreiben und politischen Druck auszuüben. Es sind dringend nachhaltige strukturelle Reformen erforderlich, um dem Markt zu neuer Stärke und Resilienz zu verhelfen.
Doch mit dem Zusammenbruch der Regierungskoalition und der daraus resultierenden politischen Instabilität ist jedoch klar, dass in absehbarer Zeit keine umfassenden Reformen mehr zu erwarten sind. Zusätzlich sorgen politische und regulatorische Unsicherheiten für weitere Herausforderungen – insbesondere auf den globalen Ressourcenmärkten. Die Wahl von Donald Trump kann diese Unsicherheiten weiter verschärfen. Ein potenzieller Handelskrieg zwischen den USA und China könnte zudem zu einem Rohstoff-Preisdumping in der EU führen, was sich wiederum negativ auf die Quotenpreise auswirkt.