Als ich unseren ersten elektrischen PKW vor fast drei Jahren angeschafft habe, war ich noch bemüht Fragen bzw. Kritik an dieser Entscheidung sachlich zu begründen.
Selbst im engen Freundeskreis musste ich mir anhören sowas ginge doch gar nicht, der Umweltschaden wegen dem Lithium ......usw. und so fort. Damals wurde mir das gesamte
"Stammtischwissen" vor die Füße geworfen, für sachliche Argumente blieb kaum Raum. Man tat so als die Erdölförderung eine grüne Blumenwise, hingegen die Akkuproduktion der größte Umweltschaden der denkbar ist.
Eine Rechnung zur Gesamtbilanz und zur Wirtschaftlichkeit wurde mit dem Prädikat "schöngerechnet" belegt. Es kann halt nicht sein was nicht sein darf.
Ich bin irgendwann dazu übergegangen meine Kaufentschedung nicht mehr erklären zu wollen. Werde ich drauf angesprchen frage ich was wichtiger ist, unsere Beziehung als Menschen zueinander oder das Durchsetzen der eigenen Meinung. Gelegentlich erkläre ich auch dass dieses Thema für mich nicht diskutierbar ist und ich daher auch nicht darüber reden werde. Ich habe diese unsinnigen Gespräche mit Menschen
die es nicht verstehen können/wollen so dermaßen satt dass ich das mittlerweile kompromißlos so durchziehe.
Mit unseren neuen EV6 kam ich neulich nach Jahren erstmalig wieder zu einem Bekannten der noch nicht von unserer E-Mobilität wusste. Begrüßt wurde ich mit :" Sieh an, ein stolzer Eletroautobesitzer", meine Antwort darauf war kurz und einfach : " Ja, aber darüber werde ich mit dir nicht diskutieren, wenn das ein Problem ist fahre ich besser wieder!" Garniert mit einem Lächeln wurde es dann zu keinem Problem. Geht doch.