Naja, wirklich neu oder unerwartet ist das ja nicht.
Bei uns im Ort pappen sie alle 300 Meter so ne 11er oder ne 22er Säule hin. Auf jeden Platz mit Glas- oder Kleidercontainern, vor jeden Baumarkt, aufm Schwimmbad-Parkplatz, vor der Bücherei, auf den Parkplätzen der Sporthallen usw. Wir ersaufen in den Teilen, aber sie sind fast immer unbesetzt.
Das Problem dabei ist halt, dass Privatleute, die keinen eigenen Stellplatz vor dem Haus haben, das nicht fix in ihren Alltag einplanen können. Auch wenns nur 500 Meter sind, da darf man ja auch nicht über Nacht parken, damit die Karre morgens voll ist. Und ständig das Auto 500 -1000 Meter von der Tür entfern abstellen und wiederholen ist ja auch blöd.
Wenn ich während dem Handballspiel der Tochter aufm Parkplatz der Halle 2 Stunden lade, ist das schön und verschafft mir mal 22 KWh, aber ich brauche als Privatmensch halt praktische Dauerlösungen auf die ich mich verlassen kann.
Freunde von uns wohnen in sonem niegelnagelneuen lifestyle-Wohnblock in Frankfurt. Im Keller ein riesiger Rewe und zwei eben Parkplätze für Bewohner und Rewe-Kunden.
Jetzt überlegt die Hausverwaltung, 8 Stellplätze mit 11KW-Ladern auszustatten. WTF??? 8??? Wie soll bei sowas die Planung ablaufen, wenn nicht nur jeder 10. einen Stromer hat, sondern 7 von 10? Nummern ziehen? Monatsweise Belegungspläne? Herr im Himmel, das Teil hat knapp 200 Mietparteien?!
Wir haben Glück, dass wir Stellplatz und Wallbox direkt vor unserem Haus haben. Ohne diese Möglichkeit hätten wir uns auch kein E-Auto gekauft.
Die vielen kleinen Säulen in den Orten müssten Hypercharger sein, damit die öfteren Stopps von maximal ner Stunde oder zwei beim Einkaufen oder im Schwimmbad eben ausreichen, den Akku vollzumachen. 11KW Lader aufm Supermarktparkplatz finde ich persönlich Schwachsinn, und die Preise an den HPC von Aral oder Rastplatz sind einfach zu hoch für den Alltag. auch hier, also in der Beeinflussung der Strompreise, sehe ich die Politik in der Pflicht. So machen sich die großen Konzerne wie üblich die Taschen voll, aber der kleine Bürger aus der vierten Etage fällt durchs Raster, weil er nicht nur nicht privat laden kann, sondern zweitens auch die 60, 70 Cent am HPC nicht zahlen kann.
Ja, hier besteht Handlungsbeadrf, vor allem bei den Preisen und dem Ausbau des schnelleren Ladewesens.