Beiträge von No More Kia!

    Hallo zusammen,


    nachdem meine dreijährige Vertragslaufzeit für meinen Kia EV6 GT-Line nun beendet ist und die Abschlussrechnung vorliegt, möchte ich meine Erfahrungen mit der Allane SE (die das Leasing für Kia Finance abwickelt) und dem Fahrzeug selbst teilen.

    Ich kann vor diesem Anbieter leider nur ausdrücklich warnen. Die Abwicklung war von bürokratischer Sturheit, versteckten Klauseln und einem quasi nicht vorhandenen Kundenservice geprägt.


    Hier sind die Punkte, auf die jeder von euch bei der Rückgabe extrem penibel achten sollte:


    1. Die rückwirkende Kilometer-Falle (Freigrenze statt Freibetrag)

    Allane arbeitet im Kleingedruckten mit einer harten „Freigrenze“ statt eines marktüblichen Freibetrags. Wer das Limit auch nur um einen einzigen Kilometer reißt, verliert rückwirkend den gesamten Kulanz-Puffer von 2.500 km!

    Man zahlt ab dem allerersten Mehrkilometer voll nach (bei mir 2.913 km x 24,68 Cent brutto). Reine Verbrauchertäuschung im Vergleich zur Volkswagen Leasing, die echte Freibeträge gewährt.


    2. Der Rückgabe-Scherz (Unzulässige Standortverlegung)

    Als einziger „kostenloser“ Rückgabeort im Online-System wurde mir für den süddeutschen Raum das rund 600 km entfernte Ludwigsfelde bei Berlin deklariert! Am vertraglichen Hauptsitz in Garching bei München verweigerte Allane

    die Annahme, da dort keine Logistik-Infrastruktur existiert. Stattdessen sollten bis zu 479,- € Gebühr für eine nahe DEKRA-Station erzwungen werden. Erst nach massivem rechtlichen Druck, dem Verweis auf die BGH-Rechtsprechung

    (u. a. Urteil vom 18.01.2017 - Az. VIII ZR 263/15) und der formellen Androhung des Annahmeverzugs (§ 293 BGB) knickte der Kundenservice ein und gewährte die vertragliche Kostenfreiheit an der Station Autohaus24 in Eching.


    3. Die brutale Mietsonderzahlungs-Falle

    Wer das Fahrzeug auch nur einen Tag nach dem rechnerischen Vertragsende übergibt, zahlt horrende Nutzungsentschädigungen. Allane rechnet dann die geleistete Anzahlung (in meinem Fall stolze 9.500,- € BAFA/Sonderzahlung)

    tageweise rückwirkend komplett auf die normale Monatsrate oben drauf. Der Tagessatz schießt sofort um über 56 % in die Höhe! Gebt das Auto also zwingend am Stichtag oder vorher ab.


    4. Abrechnung nicht erbrachter Leistungen

    Der negative Höhepunkt: Auf der Abschlussrechnung wurde mir eiskalt eine Pauschale für die behördliche Abmeldung berechnet (22,61 € brutto), obwohl das Fahrzeug nachweislich und im Rückgabeprotokoll vermerkt vor Ort per i-Kfz-Verfahren

    von mir selbst stillgelegt wurde. Auf eine formelle Rüge mit Fristsetzung und amtlichem i-Kfz-Nachweis wurde seitens des Kundenservice überhaupt nicht reagiert – berechtigte Kundenreklamationen werden einfach ausgesessen.


    5. Der herstellerseitige ICU-Serienfehler

    Zum Fahrzeug selbst: Mein EV6 litt unter dem bekannten ICU-Elektronikfehler, wodurch die 12V-Batterie regelmäßig tiefenentladen war. Ein eklatanter Konstruktionsmangel, der in der Vertragswerkstatt (Auto Bebion) trotz Garantie nie dauerhaft

    behoben werden konnte. Seitens des Herstellers oder der Leasing gab es hierzu keinerlei kulantes Entgegenkommen. Immerhin wurde der Mangel beim finalen Gutachten in Eching (wo das Team vor Ort übrigens einen sehr fairen und hilfsbereiten Job gemacht hat)

    nicht als Belastung aufgeführt.


    Mein Fazit:

    Wer Stress, Nervenverschleiß und unberechtigte Zusatzkosten vermeiden will, macht einen ganz großen Bogen um diesen Anbieter. Für mich ist das Thema Kia und Allane für alle Zukunft endgültig erledigt.

    Ich hoffe, dieser Bericht hilft dem einen oder anderen hier im Forum, sich rechtzeitig gegen die Maschen der Allane SE zu wappnen!